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Zufrieden mit sich selbst

Jeder Mensch will wachsen. Wenn dieses Wachstum aber durch krankhaften Ehrgeiz oder durch die Erwartungen der anderen getrieben ist, führt das in die Überforderung. Dauerhaft erfolgreiches und gesundes Wachstum geht anders. Es setzt Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl voraus.

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
8. September 2017
in Bildung
Lesezeit: 5 mins read

München – Persönliches Wachstum und lebenslanges Lernen sind fast Naturgesetze und wesentliche Überlebensvoraussetzungen, sowohl im biologischen als auch im beruflichen Sinne. Die Entwicklung von Unternehmen und auch die Karriereplanung basieren darauf. Unternehmen wollen wachsen, Menschen auch. Die Energie für persönliches Wachstum, die es hierfür braucht, muss – wie es der Begriff schon verdeutlicht – aus der Person selbst kommen und nicht von außen. Persönliches Wachstum ist deshalb Zielsetzung und Grundlage zugleich.

Was aber, wenn diese Grundlage für das Wachsen und Lernenwollen krankt? Dies ist leider bei vielen Menschen der Fall, auch wenn ihnen dies in der Regel gar nicht bewusst ist. Ihr Wunsch nach Wachstum ist – individualpsychologisch betrachtet – häufig ein Streben nach persönlicher Überlegenheit, Karriere, Status, Macht und Geld. Es sind zwar persönliche, aber krankhaft ehrgeizige und damit ungesunde Ziele. Das persönliche, oftmals unbewusste Ziel besteht darin, einzigartig, unerreichbar oder Spitzenklasse zu sein.

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Dauerhaftes erfolgreiches persönliches Wachstum ist nur dann ohne psychisch und gesundheitlich negative Nebenwirkungen möglich, wenn die seelische Gesundheit als Grundlage vorhanden und der unbewusste Antrieb nicht neurotisch geprägt sind. Es hängt also entscheidend von der eigenen inneren Haltung und den Charaktereigenschaften eines Menschen sowie von seinen unbewussten Zielsetzungen ab, ob das persönliche Wachstum auf Dauer gesund gestaltet werden kann oder nicht.

Um persönlich zu wachsen, hilft deshalb weder ein Ziehen und Zerren von oben, noch ein Stoßen und Drücken von unten. Beginnen Sie bei sich selbst. Lernen Sie sich besser kennen und nicht noch eine Sozialtechnik, eine Führungs- oder Managementmethode, die Sie als Persönlichkeit außen vorlässt und nicht wirklich weiterbringt.

Die Individualpsychologie bietet hierzu hervorragende Impulse. Vorab sollten Sie sich einige wichtige Fragen stellen: Wozu wollen Sie persönlich wachsen? Kommt das Wachstumsziel aus Ihnen selbst oder wird es angestoßen von außen? Sehen Sie Wachstum als selbstverständlichen Prozess, der auch einen Endpunkt hat und dann seine Funktion ändert, von Wachstum in Funktionserhalt? Können Sie diesen natürlichen Endpunkt wirklich akzeptieren, sofern Sie ihn überhaupt kennen oder erkennen? Korrespondiert Ihr Wachstumsziel mit Ihren physischen und psychischen Ressourcen, oder ist es stärker? Was würden Sie tun, wenn Sie „vom Kopf her“ wachsen wollten, weil Sie oder andere glaubten, dass dies notwendig sei, aber von Ihrer physischen oder psychischen Konstitution limitiert bzw. überfordert wären? Ist es überhaupt für Sie vorstellbar, den Zustand der Überforderung jemals zu erreichen bzw. vorher die Stopptaste zu drücken?

Fragen über Fragen, die Sie ehrlich und realistisch beantworten können, aber auch mit Selbstlügen und Realitätsverweigerung. Sie entscheiden. Egal wie, Ihr Körper wird der ehrlichste Antwortgeber für Sie sein. Im Zweifelsfall zieht er Sie mal kurz oder länger oder dauerhaft aus dem Verkehr und legt Sie lahm.

Ich bin ein erklärter Gegner des ungebremsten und unreflektierten Wachstums, sowohl von Individuen, als auch von Organisationen, weil es in der Regel neurotisch getrieben ist und häufig des notwendigen Gemeinsinns und der notwendigen Gesamtverantwortung im übergeordneten Sinne entbehrt und widerspricht. Das ungebremste Wachstum geht häufig im ersten Schritt zulasten anderer und im zweiten Schritt dann auch zu eigenen Lasten. Nur erkennen leider viele Menschen dann die Kausalität von Ursache und Wirkung nicht. Die Ursache wäre die persönliche Neurose, der krankhafte Ehrgeiz, die Ziele, die ich eingangs erwähnt habe, und die Wirkung wären gesundheitliche Schädigungen. Beweis für meine Behauptung sind die drastisch zunehmenden Fälle von psychosomatischen Erkrankungen, Burnouts und Depressionen. Vermutlich gab es diese Überlastungserscheinungen auch früher schon, nur waren sie damals noch nicht so salonfähig.

Was empfehle ich Ihnen deshalb, um gesund zu wachsen?

SelbstBewusstSein – Um sich mit den persönlichen Wachstumsfragen befassen zu können, brauchen Sie Selbstbewusstsein und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Werden Sie sich Ihrer selbst bewusst. Erst durch die ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst, mit den eigenen und vor allem unbewussten Zielsetzungen erlangen Sie Selbstbewusstsein. Dazu gehört vor allem, die eigenen Potenziale, Lust und Leidenschaft, zu erkennen, aber auch, die eigenen Grenzen und Limitierungen zu akzeptieren und anzunehmen.

Genau Letzteres fällt vielen Menschen schwer, und zwar deshalb, weil sie kein wirkliches Selbstbewusstsein im Sinne von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl haben, sondern in absoluter Abhängigkeit sind – bewusst oder unbewusst – von der Meinung und vom Urteil anderer Menschen. Diese abhängigen Menschen fühlen sich nur dann selbstbewusst und stark, wenn ihnen dies durch andere Menschen vermittelt wird. Im sprachlichen Sinne müssten wir dann genau genommen nicht von Selbstbewusstsein, sondern von Fremdbewusstsein sprechen.

Was sonst sollte denn so viele Menschen in die Überforderung treiben, in ungesundes Wachstumsstreben, wenn nicht die Abhängigkeit von der Meinung und dem Urteil anderer? Wenn es Menschen nur dann psychisch gut geht und sie nur dann mit sich selbst zufrieden sein können, sofern andere applaudieren und von ihnen begeistert sind, entwickeln sich ungesunde, neurotische Wachstumsziele. Das Problematische daran ist, dass diese Zielsetzungen nie enden, dass diese Menschen sehr stark motivierbar sind und oftmals auch von Organisationen schamlos ausgenutzt werden. Ein zugegeben funktionierendes Arrangement.

Den Selbstwert bestimmen – Eigentlich müssten Sie nach dem vorigen Absatz schon wachgerüttelt sein. Trotzdem werde ich nun noch konkreter. Die Ursache der beschriebenen ungesunden und unbewussten Wachstumsziele trägt einen von der Individualpsychologie geprägten Namen: Minderwertigkeitsgefühle. Diese sind letztendlich schuld daran, dass sich viele Menschen Belastungen aussetzen – und dazu gehört auch unlimitiertes Wachstum – denen sie genau genommen nicht wirklich gewachsen sind, wie die Folgen zeigen.

Die Lösung dieses Problems wäre an sich ganz einfach: Die Individualpsychologie basiert auf der Grundannahme, dass alle Menschen sozial gleichwertige Lebewesen sind! Es gibt also keine unterschiedliche Wertigkeit von Menschen, auch wenn sie verschiedene Funktionen und Rollen im Leben haben. Auch wenn sie unterschiedlich begabt, belastbar und auch fähig sind, bestimmte Aufgaben wahrzunehmen oder nicht.

Getreu diesem Grundsatz gibt es demzufolge vor allem keine minderwertigen Menschen, aber viele, die sich minderwertig fühlen. Minderwertigkeitsgefühle sind für viele Menschen der maßgebliche Antreiber und die Wurzel ihres Ehrgeizes, weil sie nur durch die sozial anerkannten Kompensationsformen zu vermeintlichem Selbstbewusstsein und zu vermeintlichem Selbstwertgefühl gelangen. Minderwertigkeitsgefühle sind also für viele Menschen die Ursache für teils erhebliche Lebens- und Gesundheitsprobleme. Aber sie sind für viele Menschen auch die Grundlage ihres persönlichen und beruflichen Erfolgs und bringen oftmals sogar Spitzenleistungen hervor – nur eben dauerhaft nicht gesund.

Was hindert mich daran, persönlich zu wachsen? – Genau genommen hindert Sie nichts und niemand daran, persönlich zu wachsen, außer Sie selbst! In der Frage des persönlichen Wachstums geht es nach meiner Überzeugung nicht um Wachstum im Sinne von „höher – schneller – weiter“, sondern um persönliche Reifung, um Charakterstärkung, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Es geht um das Annehmen der eigenen Person, mit all ihren Eigenheiten, ihren Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Limitierungen. Es geht vor allem um die Selbstbestimmung, die persönliche Autonomie im Sinne der Unabhängigkeit und des Losgelöstseins des eigenen Wohlbefindens und der eigenen Zufriedenheit von der Meinung anderer.

Es geht also in erster Linie darum, dass Sie mit sich zufrieden sind und nicht andere.

Zugegeben klingt das sehr einfach, und in Wirklichkeit ist es für viele Menschen schwer, den Schalter einfach umzulegen. Warum? Weil sie in anderen Mustern erzogen wurden und ihr Leben lang nichts anderes erfahren haben, als dass sie nur dann okay waren, wenn sie den Erwartungen anderer entsprachen. Für diese Menschen ist schlicht und ergreifend nicht vorstellbar, dass sie ihren Wert selbst bestimmen können, dürfen und sogar müssen.

Manche schaffen diesen gedanklichen Umstieg nicht allein, sondern brauchen dazu externe Hilfe durch psychologische Begleitung. Einige lehnen aber auch diese gedankliche Veränderung ab, nach dem Motto: „der bekannte Schmerz ist mir lieber, als die unbekannte Freude“.

Ein Lösungsansatz – Minderwertigkeitsgefühle sind in ihrem Ursprung falsche Annahmen über sich selbst, subjektive Fehldeutungen von Kindheitserfahrungen, die sich in dieser Zeit gebildet haben und sehr oft tyrannische Züge im Leben der betroffenen Menschen entwickeln. Sie loszuwerden, ist das eigentliche Ziel und wäre ganz einfach: Entscheiden Sie sich einfach bewusst dafür, ein wertvoller Mensch zu sein. Befreien Sie sich von der Abhängigkeit von anderen Menschen. Dies ist genau genommen nur eine bewusste Entscheidung, die Sie treffen müssen. Sie dürfen das! Und wenn Sie daran glauben und sich frei machen, dann werden Sie den Grundstein für wirkliches persönliches Wachstum legen, das Sie in völlig neue Dimensionen bringen wird. Dann erreichen Sie wirkliche menschliche Größe.


Der Autor: Rudolf Meindl ist individualpsychologischer Berater & Supervisor (DGIP) mit Sitz in München.

Schlagwörter: 34-17freenomedia

Ausgabe 34-17, Seite 17

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