Immer informiert bleiben

Den SWZ-Newsletter abonnieren

  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • Podcast
  • Archiv
  • E-Paper
  • SWZ-Club
Dienstag, 18.August 2026
  • Anmelden
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
SWZ
%title
%title
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
SWZ
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse

Plan B für Südtirol

Brauchen wir über 1.000 Gesetze? Sind all die Beiträge sinnvoll? Wäre mehr Freiheit in der Raumordnung wirklich gefährlich? Südtirol braucht den Mut, Tabus zu brechen. Was gestern funktionierte, muss nicht zwangsläufig der richtige Weg in die Zukunft sein.

Christian Pfeifer von Christian Pfeifer
8. Juni 2012
in Allgemein
Lesezeit: 3 mins read

Bozen – Der Mensch ist von Natur aus bequem. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber grundsätzlich ist der Bewahrungsdrang stärker als der Trieb, Neues zu wagen, zumindest so lange, wie sich der Mensch in seiner Haut einigermaßen wohl fühlt. Und so sind auch die Südtiroler absolute Meister im Bewahren, die Politik genauso wie die Lobbys und überhaupt die Bürger. Immer dann, wenn sich am Horizont Veränderungen abzeichnen – egal, ob dies ein schrumpfender Landeshaushalt oder ein liberalisierter Handel ist –, kommt reflexartig Weltuntergangsstimmung auf. Alles muss bleiben, wie es immer war, sonst ist es schlecht. Warum sollte geändert werden, was sich bisher in Südtirol bewährt hat? Tatsächlich hat die heimische Politik in den vergangenen Jahrzehnten sehr viele richtige Entscheidungen getroffen und mit dazu beigetragen, dass Südtirol heute ein Land mit einem hohen Wohlstandsniveau, einer gesunden Wirtschaft und einem dichten (zu dichten?) sozialen Netz ist. Allerdings sind die alten Rezepte mit hoher Wahrscheinlichkeit die falschen Rezepte für die Zukunft. Die Welt erlebt einen rasanten Wandel, spätestens seit 2008 ist nichts mehr wie es war, und Südtirol wird sich mit wandeln müssen, wenn es so gesund bleiben will, wie es bisher war. Die Mängel im Südtiroler Erfolgssystem wurden bisher zugedeckt, weil ein überdurchschnittlich keimender Landeshaushalt Wirtschaftswachstum und Wohlstand trieb. Diese Zeiten sind aber vorbei.

Noch ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit von (auch unangenehmen) Reformen kaum verbreitet. Ganz offensichtlich ist der Leidensdruck trotz allem Wehklagen über sinkende Kaufkraft, schwindende Gewinnmargen und hohe Steuern noch nicht groß genug, um das instinktive Festklammern an Bewährtem zu lösen. Die Gegenbewegung, die Althergebrachtes offen infrage stellt und Veränderung fordert, ist noch schwach – aber sie existiert und gewinnt langsam Anhänger. Das macht Hoffnung. Bei Veranstaltungen werden Worte wie „Reformen“ und „Umdenken“ immer öfter in den Mund genommen.

%title
%title

Südtirol muss bereit sein, heilige Kühe unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls zu schlachten. Beispielsweise gehört endlich unvoreingenommen diskutiert, ob die vielen Subventionen – von der Wirtschaftsförderung über das Familiengeld bis hin zur Wohnbauförderung – der Wirtschaft und Gesellschaft wirklich nützen. „Subventionen machen dort Sinn, wo sie Entwicklungen anschieben bzw. steuern“, stellte Landesrat Roberto Bizzo im vergangenen Herbst richtig fest – weise Worte, denen Taten folgen sollten. Es muss nicht gleich unsozial sein, wer Förderungen infrage stellt. Wo Subventionen nur einen Mitnahmeeffekt generieren („Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“), wären die Euro-Millionen anderweitig besser angelegt. Bisher konnte die Politik aus dem reichen Landeshaushalt alle mit der Gießkanne beglücken, aber das wird künftig nicht mehr finanzierbar sein.

Auch die in Beton gegossene Raumordnung ist zu überdenken. Die von Ex-Landesrat Michl Laimer begonnene Reform wäre eine Chance, die Raumordnung neu zu schreiben, anstatt sie nur fortzuschreiben. Das Argument „Was nicht war, darf auch künftig nicht sein“ hilft Südtirol nicht weiter, auch deshalb, weil die Erfahrung lehrt, dass Einzelne im Dickicht der Raumordnung doch immer Schleichwege finden, um zu verwirklichen, was eigentlich nicht sein darf. Südtirols Raumordnung ist mit einer Tinte namens Misstrauen geschrieben und verhindert damit wünschenswerte unternehmerische Initiativen, ohne unerwünschte Entwicklungen zu vermeiden. UVS-Direktor Josef Negri fordert für die Gesetzgebung ganz allgemein einen Paradigmenwechsel: „Wir sollten regeln, was verboten ist, und nicht regeln, was erlaubt ist.“ Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich innerhalb klar definierter Leitplanken frei bewegen können. Daher stellt sich die Frage, ob Südtirol all seine über 1.000 Landesbestimmungen wirklich braucht oder ob sie vielmehr Fesseln auf dem Weg in die Zukunft sind. Bestimmungen schaffen genauso übrigens wie Förderungen Bürokratie – jene Bürokratie, die in den letzten zwei Wochen wieder in den Blickpunkt gerückt ist (siehe SWZ 22/12 vom 1. Juni).

Ein Rechtsexperte verriet kürzlich der SWZ: „Vor 20 Jahren hat man uns in ganz Italien für unsere Gesetze beneidet. Heute ist das anders. Die Gesetze sind oft schlecht geschrieben. Und mit dem Verweis auf die Autonomie wird auf gesamtstaatliche Gesetze immer noch ein i-Tüpfelchen dazugeschrieben.“ Schuld daran hat der Gesetzgeber – sprich Politik und Beamte – genauso wie die Lobbys, die der Politik im Nacken sitzen.

Nicht nur die Politik muss umdenken. Auch die Interessenvertretungen müssen es tun. Genauso die Unternehmer, deren Kooperations-, Export- und Innovationswille vielfach noch zu schwach ausgeprägt ist, und die Arbeitnehmer, die das ewige Arbeitsverhältnis als das einzig Wahre betrachten. Wenn das WIFO Mängel bei den Sprachkenntnissen der Südtiroler feststellt, dann ist dies ein deutlicher Ausdruck für eine gewisse Bequemlichkeit. Trägheit kann Südtirol auf dem Weg in die Zukunft aber am wenigsten brauchen. Italien hat vorgemacht, wo Trägheit und mangelnder Erneuerungswille enden.

Schlagwörter: 23-12freenomedia

Ausgabe 23-12, Seite 1

Christian Pfeifer

Christian Pfeifer

Erste journalistische Gehversuche bei der Tageszeitung "Alto Adige", seit 1995 bei der SWZ, seit 2015 deren Chefredakteur. Moderiert nebenberuflich das Wirtschaftsmagazin Trend im Fernsehen von Rai Südtirol. Findet Ausgleich bei seiner Familie und beim Sport, vorwiegend bei Tennis, Ski und Langlauf.

Verwandte Artikel

Bars und Cafés mit Sorgen
News

Kaffee in Südtirol am teuersten

18. August 2026
Bürokratieabbau: Es geht also doch
News

Bürokratieabbau: Es geht also doch

18. August 2026
Geld

Finanzbildung beginnt im Kinderzimmer

18. August 2026
Dr. Schär hat einen neuen Marketing-Chef
News

Dr. Schär hat einen neuen Marketing-Chef

17. August 2026
Barbieri Electronics erweitert Führungsteam
News

Barbieri Electronics erweitert Führungsteam

17. August 2026
Wie ist es, als Privatjetpilot um die Welt zu fliegen?
Südtirol

Wie ist es, als Privatjetpilot um die Welt zu fliegen?

12. August 2026
Bars und Cafés mit Sorgen

Kaffee in Südtirol am teuersten

18. August 2026
Bürokratieabbau: Es geht also doch

Bürokratieabbau: Es geht also doch

18. August 2026

Finanzbildung beginnt im Kinderzimmer

18. August 2026
Dr. Schär hat einen neuen Marketing-Chef

Dr. Schär hat einen neuen Marketing-Chef

17. August 2026
Barbieri Electronics erweitert Führungsteam

Barbieri Electronics erweitert Führungsteam

17. August 2026
Wie ist es, als Privatjetpilot um die Welt zu fliegen?

Wie ist es, als Privatjetpilot um die Welt zu fliegen?

12. August 2026
Jetzt bei Google Play
SWZ Logo Weiss

Wochenblatt für Wirtschaft und Politik.

Follow Us

Innsbrucker Straße 23
39100 Bozen
Italien

info@swz.it
(+39) 0471 973 341

  • Impressum
  • Privacy
  • Cookies

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung

Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Login
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
  • Suche
  • Podcast
  • SWZ-Club
  • Archiv
  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • SWZ App
  • E-Paper

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung

Willkommen zurück

Hinweis! Bitte geben Sie Ihre Abonummer ohne vorgestellte Null ein (zB 14 statt 0014)

Passwort vergessen?

Passwort erhalten

Bitte E-Mail und Passwort eingeben um Passwort zurückzusetzen

Anmelden

This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. We use technical cookies for website functionality and marketing cookies for anonymous statistics. By clicking Accept, you automatically agree to the marketing cookies, unless you have disabled them.

show more
Technical Cookies always activated
Marketing Cookies
  • Google Analytics
  • Facebook Pixel
  • LinkedIn
  • Google Tag Manager
  • Hotjar
accept all accept
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Login
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
  • Suche
  • Podcast
  • SWZ-Club
  • Archiv
  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • SWZ App
  • E-Paper

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung