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Über Brot und Werte

Die Berufsaussichten junger Menschen sind heute nicht mehr so rosig, obwohl die Jugendarbeitslosigkeit in Südtirol noch relativ gering ist. Was bewegt Jugendliche, wie schätzen sie ihre Zukunft ein – im Erwerbs- und im Privatleben? Überlegungen eines Studenten.

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
24. Februar 2012
in Gesellschaft
Lesezeit: 5 mins read

Bozen – In Zeiten der wirtschaftlichen Stagnation oder gar Rezession und wieder wachsender Arbeitslosigkeit (häufig betroffen sind Jugendliche, auch Jungakademiker) wird eine solide Ausbildung und Qualifikation immer unerlässlicher für das Bestehen auf dem Arbeitsmarkt. Die tendenziell die Arbeitsnachfrage übersteigende Zahl von qualifizierten Arbeitskräften in den traditionellen „Brotstudien“ (Jus und Wirtschaft) macht sich an den Hochschulen bemerkbar. Anders als noch vor wenigen Jahren, als das beständige Wirtschaftswachstum immer neue qualifizierte Arbeitsplätze bereitstellte, beginnt der Konkurrenzkampf um diese heute schon sehr früh. Immer schneller und mit immer besseren Noten muss man studieren, möglichst mit eingeschobenem Auslandsaufenthalt und mit Ferienpraktika, um sich von den Mitstreitern am Markt abheben zu können. Gerade das klassische BWL-Studium hat durch den Bologna-Prozess, der zum Ziel hatte, die Studien den Arbeitsmarktanforderungen anzupassen, eine Verschulung erfahren, die mit dem herkömmlichen „Studieren“ nicht vereinbar ist. Das Curriculum ist fest vorgegeben, und freie Wahlfächer sind fast völlig verbannt, was zur Folge hat, dass der Arbeitsmarkt mit unzähligen Gleichqualifizierten überflutet wird. Viele Studenten haben nach dem dreijährigen Bachelor genug vom Studieren und verzichten auf einen weiterführenden spezialisierenden Master. Gleichzeitig wissen weder Arbeitgeber noch Studenten, wie die Qualifikation „Bachelor“ auf dem Arbeitsmarkt einzuschätzen ist.

Aber dieses Ungleichgewicht zwischen Arbeitsplätzen und Absolventen ist nicht in allen Studienrichtungen dasselbe. Allein in Italien fehlen z.B. Tausende Techniker und Naturwissenschaftler, und auch Mediziner scheinen knapp zu werden, zumindest in Südtirol (wobei dies auch durch Studienzugangsbeschränkungen erklärt werden kann). Dennoch gelingt es den Naturwissenschaften und technischen Fächern nicht, sich als neue „Brotstudien“ zu etablieren. Viele der unentschlossenen Maturanten entscheiden sich nach wie vor für Jus oder Wirtschaft.

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Dies hat mehrere Gründe. Zum einen haben die Fächer, nach denen eine große Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt herrscht, den Ruf, äußerst schwierig zu sein. Und zweitens markieren die Naturwissenschaften, und mehr noch die technischen Fächer, den späteren beruflichen Tätigkeitsbereich sehr genau. Für unentschlossene Schulabgänger ist ein hoher Spezialisierungsgrad meist abschreckend.

Ein weiterer Grund liegt aber auch in der noch ungebrochenen Faszination des großen Geldes v.a. in der Finanzwirtschaft und im gesellschaftlichen Prestige der juristischen und wirtschaftlichen Berufe sowie im Macht- begriff „Management“.

Aber auch andere Triebfedern sind für das heutige Bild an den Hochschulen verantwortlich. Die gesellschaftlichen Berufe (Jurist und Wirtschaftler) dienen vielen als Medium der Selbstverwirklichung in der Gesellschaft. Gerade weibliche Studenten sind häufig bestrebt, das Gleichberechtigungs- und Emanzipationspotenzial der heutigen Gesellschaft auszuschöpfen. Sie tun dies aber häufig mit Blick auf die bestehenden und teilweise vergangenen Strukturen, in denen das Rechtswesen und die Wirtschaft (und auch die Medizin) rein männliche Domänen sind und waren. Sie scheinen konkret die Konkurrenz am Arbeitsmarkt zu suchen, um sich in den traditionellen Männerdomänen der Machtberufe – in Wirtschaft und Rechtswesen – zu behaupten, während sie in den technischen Studien erschreckend unterrepräsentiert bleiben. Aus diesem Blickpunkt wird auch häufig das Thema Familie betrachtet. Viele Studentinnen, aber auch Studenten, sehen in der Familie eine Minderung des beruflichen und gesellschaftlichen Selbstverwirklichungspotenzials.

Neben der Selbstverwirklichung in der Gesellschaft spielt bei der Orientierung in Leben und Studium stets auch die Frage „wo möchte ich später arbeiten?“ mit. Diese Frage ist besonders für Südtiroler Studenten relevant, weil die Berufsmöglichkeiten für Akademiker hier eher spärlich sind. Die geringe Dichte an größeren Unternehmen und die im Verhältnis zum BIP geringen Investitionen in Forschung und Entwicklung halten sowohl die Nachfrage nach wirtschaftlichen Führungskräften als auch nach Naturwissenschaftlern und Technikern klein. Geisteswissenschaftlern bleibt hierzulande beruflich nicht viel anderes als der Schulunterricht oder der Dienst in öffentlichen Ämtern übrig. Es scheint aber, als ob doch ein großer Teil der Südtiroler Absolventen sich längerfristig eine Rückkehr nach Südtirol wünschen würde. Viele lassen sich aber aus Mangel an Arbeitsmöglichkeiten, die ihrer Qualifikation entsprechen, im Ausland nieder. Es hängt wesentlich mit der eigenen Wirtschaftsstruktur zusammen, dass in Südtirol die Akademikerdichte im Verhältnis zum italienischen Durchschnitt sehr gering ist. Sieht man sich aber Zahlen zur Arbeitslosigkeit junger Menschen an, wonach Südtirol im regionalen Vergleich den mit Abstand höchsten Beschäftigungsgrad aufweisen kann, und bedenkt man die Gesundheit der Südtiroler Wirtschaft im italienischen Vergleich, muss man sich überlegen, ob die Forderung, möglichst viele Südtiroler an die Uni zu bringen, überhaupt sinnvoll ist. In Anbetracht der Abwanderungsgefahr bei Akademikern und der Tatsache, dass Überqualifikation häufig Ursache für Ineffizienz und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz ist, sollten die Kern-Wirtschaftszweige der Landwirtschaft und des Handwerks, aber auch der Fremdenverkehr nicht dem maßlosen Fortschritts- und Bildungsstreben zum Opfer fallen.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Wirklichkeit in Südtirol im Zuge der Liberalisierungen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung Monti entwickelt, bevor hier bildungs- und wirtschaftspolitische Empfehlungen abgegeben werden können.

Gleichzeitig gibt es starke studentische Gegenbewegungen, die sich dezidiert von den steigenden Ansprüchen des Arbeitsmarktes absetzen wollen. Ein Beispiel ist die fundamentalromantische Bewegung „Occupy Wall Street“, die sich ausdrücklich gegen den Primat der Wirtschaft im Leben der jungen Menschen wendet. In diesem Sinne stellen Studenten auch Anforderungen an die Wirtschaft. Immaterielle Werte spielen bei der Orientierung im eigenen Leben eine häufig ebenso große Rolle wie Karriere- und Verdienstmöglichkeit. Gerade in den Bereichen Emanzipation und Feminismus, Rassismus, soziale Gerechtigkeit, Tierschutz und Umweltschutz herrscht großes Bewusstsein auf studentischer Seite. Allerdings wird die Meinungsführerschaft bei diesen Themen meistens von den genannten Fundamentalromantikern beansprucht, was den Dialog mit der Wirtschaft und Politik in diesen Bereichen häufig polemisch um marxistische oder anarchistische Elemente erweitert und somit erschwert, wenn nicht verunmöglicht.

Beide Extrempunkte enthalten aber im Kern etwas Wahres. Zum einen kann man die wirtschaftliche Wirklichkeit nicht einfach unberücksichtigt lassen oder gegebenenfalls mit utopischen marxistischen oder anarchistischen Forderungen kontern, noch dürfen Arbeitsmarkt und Wirtschaft blind für Werte sein.

Der Weg in die Zukunft muss zwischen diesen Polen liegen. Man muss Sachzwänge der Wirtschaft anerkennen und Handlungsspielräume ausloten. Vor allem den auf die heutige Jugend zukommenden Problemen des Generationenvertrages und der sich verändernden Gesellschaftspyramide, der Migration und der Kulturkonflikte, aber auch der Neugestaltung des Finanzsektors, des Schuldenabbaus, der Umgestaltung der staatlichen Sozialleistungen sowie der zunehmenden Umweltzerstörung, der Entwicklung neuer Energietechniken etc. kann man sich nur unter Berücksichtigung von Werten nähern. Und diesen Problemen kann man sich nur gemeinsam nähern. Auch wenn eine gewisse Schwarz-Weiß-Trennung zwischen individualistischen Karrierestudenten und Fundamentalromantikern (die großteils in den Geisteswissenschaften anzutreffen sind) noch real existiert, lässt sich doch ein Schwenk in Richtung konstruktive Synthese dieser Pole beobachten. Immer mehr Studenten, die Ziele wie Umweltschutz oder Gleichberechtigung anstreben, suchen sich dafür einen realwirtschaftlichen Hebel innerhalb der klassischen Brotstudien.

Es ist nicht sinnvoll, sich als Student nach den Anforderungen einer Wirtschaftsstruktur zu richten, die zumindest teilweise überholt scheint. Aber man kann auch keine neue Struktur, die nur an (romantischen) Werten orientiert ist, erzwingen. Es herrscht Aufbruchstimmung unter den Studenten. Und wenn sie sich der wirtschaftlichen Realität bewusst werden, werden sie Verantwortung übernehmen. Und dann werden sie ihre Werte nicht vergessen haben.

Tabelle: Was studieren die Südtiroler/-innen?

Schlagwörter: 08-12freenomedia

Info

Die Arbeitsmarktsituation
In Su?dtirol leben an die 85.000 junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren, von denen 47.000 zu den Erwerbspersonen zählen, 3.000 davon als Auszubildende. 32.000 besuchen eine Schule oder Universität, und weitere 5.000 (davon 4.000 Frauen) sind weder in Ausbildung noch suchen sie Arbeit (dazu gehören etwa junge Mu?tter und Hausfrauen). Die Zahl der NEETS (das Ku?rzel steht fu?r „Not in Employment, Education or Training“) ist demnach sehr niedrig. Die Arbeitslosenrate der jungen Arbeitnehmer betrug in den letzten fu?nf Jahren weitgehend konstant bei den unter 20-Jährigen 8 %, bei den 20- bis 25-Jährigen 6 % und bei den 25- bis 29-Jährigen nur noch 3 bis 4 %. Von den 24-Jährigen standen zwischen 2008 und 2011 durchschnittlich 68 % in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, 32 % hatten einen befristeten Arbeitsvertrag. Die befristeten Arbeitsverträge sind vor allem im öffentlichen Dienst bei jenen zu finden, die als Mutterschaftsersatz arbeiten, und weiters auch im Sektor Hotel- und Gastwirtschaft (Saisonkräfte). Der Anteil derer, die in Leiharbeit, Projektarbeit oder Arbeit auf Abruf beschäftigt waren, lag bei 3 % (570 Personen).

Ausgabe 08-12, Seite 16

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