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Loblied auf die Jugend

Die Jugend von heute ist schlecht, wird zuweilen behauptet. Mir dagegen scheint: Die Jugend musste noch nie so viel leisten wie heute – und sie schlägt sich hervorragend, obwohl wir es ihr schwer machen.

Robert Weißensteiner von Robert Weißensteiner
6. September 2013
in Gesellschaft
Lesezeit: 3 mins read

Der griechische Philosoph Sokrates, der vor über 2.300 Jahren gelebt hat, soll einmal gesagt haben: „Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Die Jugend steht nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widerspricht den Eltern und tyrannisiert die Lehrer.“ Belegt ist das Zitat nicht, aber eines steht fest: Dass die jungen Menschen irgendwie schlimmer sind als die jeweilige Elterngeneration, das wird seit immer beklagt. Wären diese Klagen berechtigt, lebten wir seit Jahrhunderten in wirklich finsteren Zeiten. In Wirklichkeit aber ist die Jugend nicht schlechter, sondern nur anders, weil sie geprägt ist vom Wandel der Zeit, und Erwachsene tendieren dazu, zu meinen, früher sei alles besser gewesen.

Wer ehrlich zu sich selbst ist, muss feststellen, dass die Jugend von heute nicht nur besser ist als ihr Ruf, sondern keinen Vergleich zur Jugend in früheren Zeiten zu scheuen braucht. Dabei wird jungen Menschen heute sehr viel mehr abverlangt, als jenen, die so zwischen 1950 und 1975 geboren worden sind. Ich finde gar: Die Jugend von heute hat es viel schwerer, als wir es hatten – und sie stellt sich mit viel Zuversicht und großartigen Leistungen den Herausforderungen. Natürlich gibt es ungute Erscheinungen, aber wer Dinge wie das „Komasaufen“ oder die zunehmende Gewaltbereitschaft aufbauscht, um einen allgemeinen Sitten- und Werteverfall zu konstruieren, übersieht Entscheidendes: Sehr viele junge Leute müssen mehr leisten und leisten mehr als die ältere Generation leisten musste. Sie sind sehr viel besser ausgebildet, beherrschen mehr Sprachen (wenn sie auch vielleicht weniger gut in Deutsch sind), haben mehr Arbeitserfahrungen wie Praktika gemacht und sind flexibler. Mit den sportlichen Leistungen von einst lässt sich heute kein Preis mehr gewinnen, und die jungen Mitglieder unserer Musikkapellen sind weit besser als ihre Vorgänger. Das Südtiroler Jugendorchester ist Ausdruck eines beachtlichen musikalischen Niveaus.

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Unsere Curricula von damals waren arm im Vergleich zu denen der jungen Leute heute, aber wir haben trotzdem ungleich bessere Berufschancen gehabt. Die heute ältere Generation ist in einer Zeit ausgebildet worden und ins Erwerbsleben eingetreten, in der es ständig bergauf gegangen ist. Die letzten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts waren in Südtirol (und in weiten Teilen Europas) geprägt von einem nahezu permanenten Wirtschaftswachstum und steigendem Wohlstand, wobei sich etwa ab 1995 die ersten Risse im italienischen System gezeigt haben. Vor 40 Jahren war es aus heutiger Sicht leicht, Arbeit zu finden und in eine Führungsposition aufzusteigen, und es war leicht, sich als Unternehmer oder Freiberufler selbstständig zu machen, denn der Markt wurde getrieben von einer ständigen Zunahme der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. Aber insbesondere der italienische Staat hat sich in diesen fetten Jahren stark verschuldet, ein nicht nachhaltiges Rentensystem aufgebaut und eine Bürokratie geboren, die viele Initiativen erstickt. Jene, die in dieser Zeit Verantwortung getragen haben – und sei es auch nur als Wähler – hinterlassen den Nachfolgegenerationen ein schweres Erbe: Diese müssen die Lasten tragen, die aus über zwei Billionen Staatschulden erwachsen, sie müssen mit ihren Beiträgen frühere Rentenversprechungen einlösen und sich gleichzeitig in einem wirtschaftlichen Umfeld behaupten, das geprägt ist von einer schwierigen Gesamtlage und im Vergleich zu den Boomjahren wenig erfreulichen langfristigen Perspektiven. Wenn die Jugend wirklich so schlecht wäre, wie zuweilen behauptet wird, könnten wir die Flinte gleich ins Korn werfen. Aber vor dem Hintergrund der Bereitschaft sehr vieler junger Menschen, sich privat und beruflich mit hoher Kompetenz in die Gesellschaft einzubringen, ist mir nicht bange. Ich gebe zu: Meine Kenntnisse als 25-Jähriger waren insgesamt deutlich geringer als jene meines Sohnes, und mir standen mehr und weniger steile Wege offen.

Was allerdings mit Blick auf die Jugend besorgt macht, ist der Umstand, dass die Schere zwischen den Leistungsträgern und den Sorgenkindern weiter auseinander klafft als früher. Wir haben eine Spitzengruppe von ausgezeichnet ausgebildeten, leistungsorientierten jungen Menschen, wir haben einen jugendlichen Mittelstand mit soliden Kenntnissen und Auffassungen, wird haben aber eine wachsende Zahl von Jugendlichen, die nicht ausbildungsfähig sind und sich in dieser Gesellschaft nicht zurechtfinden, weil sie aus einem bildungsfeindlichen Milieu stammen oder im Wohlstandsstreben ihrer Eltern so vernachlässigt wurden oder so wenig Vorbild erlebt haben, dass ihre Entwicklung gestört ist. Es besteht der Eindruck, dass es mehr Problemkinder und Problemjugendliche gibt als früher – und dies ist eine gewaltige Herausforderung.

Die Jugend im Allgemeinen macht aber nicht bang, im Gegenteil: Sie lässt uns hoffen.

Schlagwörter: 34-13freenomedia

Ausgabe 34-13, Seite 7

Robert Weißensteiner

Robert Weißensteiner

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