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Die Zehn Gebote einmal anders

Wer kennt alle Zehn Gebote Gottes? Und wer findet, dass sich Christen daran halten sollten? Viele der Maximen scheinen den Menschen überholt, und auch die Kirche hat sich schon ein wenig korrigiert.

Robert Weißensteiner von Robert Weißensteiner
24. Mai 2013
in Gesellschaft
Lesezeit: 3 mins read

In meinem Freundeskreis wird über alles und jedes diskutiert, über die Frauenquote, die Schwulenehe, die Qualität des Schulunterrichts oder darüber, ob Tätowierungen schön oder abstoßend sind. Unlängst ging es in einem kleinen Kreis darum, was Menschen heute als Sünde empfinden und was nicht, und einer fragte daraufhin, wer von uns überhaupt die Zehn Gebote Gottes kenne. Alle, möchte man meinen angesichts der Tatsache, dass da lauter Menschen über 50 versammelt waren. Die Zehn Gebote, die Jahwe Moses verkündet hat, wurden ja bis in die 1970er-Jahre hinein jeder und jedem von uns im Religionsunterricht eingetrichtert. Alle Gebote in der richtigen Reihenfolge korrekt wiedergeben, das gelang aber kaum jemandem:

1. Du sollst nur an einen Gott glauben. 2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren. 3. Du sollst den Feiertag heiligen. 4. Du sollst Vater und Mutter ehren. 5. Du sollst nicht töten. 6. Du sollst nichts Unkeusches tun. 7. Du sollst nicht stehlen. 8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben (nicht lügen). 9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Eigentum.

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So (oder so ähnlich) wurde es uns aufgrund eines lockeren Umgangs mit dem Originaltext beigebracht. Aber mit den Jahren haben wir Manches vergessen, Manches ist neu übersetzt und ausgelegt worden – und Manches haben wir für uns neu interpretiert: Sünde ist, was wir als verwerflich empfinden!!?

Eine Revolution, darin waren wir uns alle einig, hat in den letzten 40 Jahren das sechste Gebot erfahren. Dieses besagt eigentlich „Du sollst nicht die Ehe brechen“ (wie langweilig, finden manche Menschen), aber in den sexualfeindlichen vergangenen Jahrhunderten erweiterte die römisch-katholische Kirche die Aussage zu „Du sollst nicht Unkeuschheit treiben!“ oder „Du sollst nichts Unkeusches tun,“ wobei als unkeusch jede sexuelle Handlung außerhalb der Ehe galt, insbesondere Geschlechtsverkehr und Masturbation. Damit aber stieß sie insbesondere ab den 1968er-Jahren auf zunehmend taube Ohren, und heute ist es in den allermeisten Familien selbstverständlich, dass die Freunde oder Freundinnen von Töchtern oder Söhnen bei diesen übernachten, sodass die Jungen nicht mehr genötigt sind, „es“ im Auto oder im Park hinter der Disco zu tun. Im neuen Katechismus von 1992 ist die verallgemeinerte Unkeuschheit wieder verschwunden und das Verbot des Ehebruchs als sechstes Gebot zurückgekehrt. Die Existenz des Unkeuschen ist dabei noch nicht ganz in die Ecke des katholisch Überholten gestellt worden. Als „unkeusch“ wird eine auf Zuneigung fußende Sexualität heute jedoch nicht mehr empfunden, zumindest nicht eine gleichgeschlechtliche.

Einen langen Disput hat es im erwähnten Freundeskreis wegen des vierten Gebotes gegeben, wonach der Mensch Vater und Mutter ehren soll. Im Regelfall ist das eine ganz natürliche, auf Liebe und Achtung basierende Haltung, und wenn sie fehlt, lässt sie sich über ein Gebot nicht herbeizaubern. Angesichts der Tatsache, dass manche Kinder von ihren Eltern oder einem Elternteil zuweilen grob vernachlässigt oder als Störfaktor behandelt werden, ist die geforderte Achtung nicht einmal immer angebracht.

Während das Tötungsverbot oder das Verbot, andere Menschen durch falsche Behauptungen zu belasten, nur Zustimmung ernten, ist die Haltung zum Verbot des Diebstahls schon differenzierter, denn die Robin-Hood-Manier („nimm den Reichen, um es den Armen zu geben“) hat viele Fans. Die Heiligung des Sonntags dagegen wird zwar in der Form von Arbeitsenthaltung durchgehend als gerechtfertigt akzeptiert, aber im Zusatz, am „Tag des Herrn“ innezuhalten und eine Messfeier zu besuchen, immer weniger befolgt. Freizeit, Familie, Freunde, das sind die Prioritäten, die am Sonntag gesetzt werden.

Problematisch scheint in unserer Zeit das Gebot, nicht das Eigentum des Nächsten zu begehren, wo doch der Neid ganze programmatische Forderungen nährt. „Es ist ja der Staat, der dieses Gebot längst ad absurdum geführt hat. Er begehrt mein Eigentum nicht nur, er nimmt es mir teilweise ab, indem er mir mindestens 30 Prozent Einkommensteuer auferlegt, indem er das, was ich kaufe, mit 21 Prozent Mehrwertsteuer belegt, oder indem er jedes Jahr einen Teil meines Hauses in Form einer Gebäudesteuer fordert. Der Staat nimmt und verteilt und kennt aus mehr oder weniger guten Gründen keinen Respekt vor dem Eigentum anderer“, ereiferte sich einer in der Runde und witzelte, ob demnächst auch dem Verbot des Begehrens der Frau des Nächsten eine derartige gesetzliche Umverteilung folgen wird, damit auch diesbezüglich niemand zu kurz kommt.

Die Zehn Gebote sind mehrere tausend Jahre alt, und Manches von dem, was sie besagen, entspringt keiner zeitlosen „Moral“, sondern ist auch vom Zeitgeist geprägt. Das verführt zu allerhand Schlüssen: „Wie denn“, sagte eine Bekannte, welche einen Filialbetrieb einer Handelskette leitet, „das dritte der Zehn Gebote Gottes besagt, dass die Menschen, aber auch deren Esel und Sklaven am Sonntag ruhen sollen. Nur wir Verkäufer haben weniger Rechte als die Esel: Wir sollen am Sonntag arbeiten.“

Manche meinen eben, wenn sie mit der Bibel argumentieren, sei ihnen schwer beizukommen.

Schlagwörter: 21-13freenomedia

Ausgabe 21-13, Seite 7

Robert Weißensteiner

Robert Weißensteiner

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