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Der flotte Besen, aus dem eine Chica wurde

Weder eine Keule noch ein Schnitzel oder eine Sahneschnitte müssen etwas zum Essen sein – und bei „Komasutra“ habe ich mich auch nicht vertippt. Lolig, nicht wahr?

Simone Treibenreif von Simone Treibenreif
8. Februar 2013
in Gesellschaft
Lesezeit: 4 mins read

Gelungen war der Auftritt des Mädchens nicht gewesen. Sie hatte den Text vergessen und jetzt sprang sie umher und ging vor den „Deutschland sucht den Superstar“-Juroren auf die Knie. „Neiiin, bittteee Ich bin keine Keule, ehrlich nicht “, rief der Teenie.

„Keule?“, fragte ich mich vor dem TV-Gerät sitzend. „Eine Keule ist ein hübsches Mädchen, das wenig im Kopf hat“, klärte mich der RTL-Sprecher auf.

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Tja, jetzt bin ich doch tatsächlich alt geworden. Mit Mitte 30 verstehe ich die Jugend nicht mehr. Es ist nur Wochen her, dass ich noch ganz stolz auf mich war, weil ich – im Gegensatz zu einer Bekannten – wusste, was ein Schnitzel ist und was die Steigerungsform „ein Schnitzel mit Ketchup und Mayo“, nämlich ein attraktiver Bursche bzw. ein noch interessanterer. Doch jetzt sind diese Zeiten offenbar vorbei; da könnten glatt zwei 16-Jährige direkt vor mir schlecht über mich sprechen oder mir Komplimente machen, ich würde es nicht verstehen.

Ich würde allerdings auch nicht verstehen, dass ich gerade verlassen werde, wenn ich eine SMS mit dem Kürzel LEIA (Liebling, es ist aus) bekäme, oder dass mich jemand vermisst, der mir HASE (Habe Sehnsucht) schreibt.

Doch zum Glück gibt es das Internet, da kann man auf sehr viele Fragen Antworten finden und aus Unwissen Wissen machen. Und so weiß ich jetzt, dass die Jugendsprache ein „Jargon der Jugend“ ist, „der sich überall auf der Welt beobachten lässt. Als wesentliche Motive erscheinen Abgrenzung und Selbstdefinition bzw. Identitätsfindung.“ (www.wikipedia.de)

Ich weiß auch, dass die Jugendsprache kein neues Phänomen ist. Zwei Germanisten der Universität Wuppertal haben 15 Sprachlexika aus mehr als 100 Jahren verglichen und damit die Entwicklung der Jugendsprache aufgezeigt. Demnach hat die Jugend zum Beispiel vor 1900 gebackfischt und poussiert, wenn sie jemanden umworben hat, von 1900 bis 1930 wurde angeschwirrt und gebalzt, von 1960 bis 1970 aufgerissen und angebohrt, von 1970 bis 1980 gemiezelt und Süßholz geraspelt; auf Hasenjagd gegangen und angegraben wurde von 1980 bis 1990, angelabert und sich rangeschmissen von 1990 bis 2000 und seit 2000 gruschelt, smirtet und scannt die Jugend. Und eine Frau war einst ein flotter Besen, wurde zur Schnalle, dann zum steilen Zahn, später zur Torte, dann zur Sahneschnitte und zur Perle – und ist jetzt eine Chica; während der Mann sich vom Camuff zum Dusel und Heini entwickelte, um dann zur Knalltüte, zum Hirni und zum Spacko zu werden und in der Gegenwart schließlich als Honk zu enden.

Also ich verstehe nicht nur die Jugend von heute nicht, ich hätte wahrscheinlich auch jene von früher nicht kapiert. Allerdings hat nicht nur jede Generation ihre Wörter, sondern auch jede Zeit. „Sprache spiegelt das Leben, Wörter den Geist der Zeit . Und so geht es auf den Spuren der neuesten sprachlichen Stilentwicklung mit der App zum Downshiften von der Ich-AG zum Dosenpfand. Wenn dieser Satz in Ihren Ohren noch etwas weh tut: Die Zeit heilt alle Wunden, und wir werden uns daran gewöhnen. So wie andere Wörter auch einmal seltsam wirkten und mittlerweile längst in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind“, schreibt Michael Dünser auf der-markenblog.com. Eben genauso wie ein jugendliches „Geil!“ einst für entrüstete Blicke und Strafarbeiten gesorgt hat, so sorgt heute „verludert“ für Verwunderung – dabei hat das Wort eine positive Bedeutung, habe ich zumindest gelesen: Es soll ein Ausdruck der Bewunderung sein.

Es gibt auch ein Jugendwort des Jahres, das von der deutschen Verlagsgruppe Langenscheidt gekürt wird. Die Jury entscheide sich „nach den Kriterien sprachliche Kreativität, Originalität, Aktualität und Verbreitungsgrad“ für das Jugendwort, schreibt Langenscheidt auf seiner Internetseite und führt die amtierenden Top-5-Jugendwörter wie folgt an:

  1. YOLO: Abkürzung von „you only live once“; Aufforderung eine Chance zu nutzen;
  2. FU!: 1. Scheiße, 2. Fick dich!
  3. YALLA!: Beeil dich!
  4. WULFFEN: 1. jemandem die Mailbox vollquatschen; 2. lügen; 3. auf Kosten anderer leben, etwas umsonst bekommen
  5. KOMASUTRA: versuchter Geschlechtsverkehr zwischen zwei sehr betrunkenen Personen

Lolig, nicht?! Lolig ist übrigens ein Wort, das ich gerade gelernt habe. Es stammt aus der Chatsprache und ist eine Weiterentwicklung von LOL, Akronym für loughing out loud. Gebraucht wird LOL als Reaktion auf etwas Lustiges oder auch Außergewöhnliches.

Nun denn: Die Vorgänger von YOLO waren „Swag“ (2011), ein Ausdruck aus dem Rap, der angeblich für „beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung“ steht, wie Spiegel Online berichtet. 2010 stand „Niveaulimbo“ (das Absinken des geistigen Standards) an der Spitze, 2009 gewann das umstrittene Wort „hartzen“ als Beschreibung für Arbeitslosigkeit oder Rumhängen. Das erste „Jugendwort des Jahres“ wurde 2008 bestimmt, es war „Gammelfleischparty“ – eine Bezeichnung für Ü30-Partys.

Angesichts dieser Aufzählung von preisgekrönten Jugendwörter fragt ein Spiegel-Online-User: „Mein Gott, wird hier wirklich geglaubt, irgendein Teenager spräche so!? Schierer Unsinn.“ Ob es nun Unsinn ist oder nicht, sei dahingestellt; vielleicht sind diese „Jugendwörter des Jahres“ tatsächlich eher Exoten im alltäglichen Sprachgebrauch. Fest steht, dass Jugendliche nicht so sprechen wie ihre Eltern, andere ältere Menschen oder eben ich – genauso wenig wie wir uns alle gleich kleiden. Das ist auch gut so! Fest steht auch, dass wir Nichtjugendlichen nicht versuchen sollten, die Jugendsprache zu sprechen. Denn damit gäben wir uns aller Voraussicht nach der Lächerlichkeit preis „Tscheksch oh?!“, hätte ich früher gefragt.

Schlagwörter: 06-13freenomedia

Ausgabe 06-13, Seite 7

Simone Treibenreif

Simone Treibenreif

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