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Arbeiten im Turbomodus

Das Arbeitsleben wird nicht nur schneller, sondern auch intensiver. Psychologen in Wien haben festgestellt, dass diese Entwicklung auch viele Chancen bieten kann. Sofern sie von den Unternehmen und von den Mitarbeitern als solche verstanden werden.

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
28. Juli 2017
in Wissen
Lesezeit: 3 mins read

Wien/Bozen – Immer schneller immer mehr leisten und mit permanenten Veränderungen Schritt halten zu müssen, ist ein Lebensgefühl, das die meisten kennen. Soziologinnen und Soziologen sprechen von der sozialen Beschleunigung. Internationale Studien bestätigen dieses Phänomen der heutigen Gesellschaft, das sich insbesondere im Arbeitsalltag spürbar macht. Doch wie genau und mit welchen Folgen wirkt sich die Beschleunigung im Arbeitsleben aus? Ein Team um den Psychologen Christian Korunka von der Universität Wien ist diesen Fragen in einem vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützten Projekt erstmals für Österreich nachgegangen.

Für ihre Analysen haben die Wissenschaftler mehr als 2.000 Beschäftigte im Dienstleistungsbereich (Verwaltung, IT, Gesundheit) in einem Abstand von jeweils eineinhalb Jahren gefragt, wie sie die Beschleunigung wahrnehmen und welche Anforderungen für sie daraus entstehen. Zusätzlich ermöglichten Interviews und Tagebuchaufzeichnungen vertiefende Analysen eines Phänomens, das hauptsächlich technologiegetrieben ist, Stichwort: Digitalisierung. „Wir leben in einem permanenten Software-Update“, umschreibt es Christian Korunka und spricht damit eine von drei Anforderungen an, die das Forscherteam in den Untersuchungen zum Wandel der Arbeitswelt identifiziert hat: die eigenen Kompetenzen ständig weiterzuentwickeln. Die permanenten Lernanforderungen werden von den Beschäftigten jedoch durchwegs positiv wahrgenommen, indem sie zu Motivation und Zufriedenheit beitragen. „Menschen macht lernen Spaß, das kann man in vielen Bereichen zeigen“, bestätigt Christian Korunka. Nichtsdestotrotz, relativiert der Wissenschafter, gebe es jene, die in diesem Update-Arbeitsleben nicht mitkommen und aussteigen. „Dass die neue Arbeitswelt auch Verlierer schafft, dessen sollte man sich bewusst sein.“

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Die ambivalenten Folgen des „Immer-schneller-immer-mehr“ zeigen sich im noch recht jungen Phänomen der Arbeitsintensivierung besonders deutlich. Die Forscherinnen und Forscher der Universität Wien konnten belegen, dass nicht nur der Zeitdruck zunimmt, sondern auch die Arbeitsdichte, so das zentrale Ergebnis der Analysen. Diese Intensivierung als Folge der Beschleunigung und als zweite neue Anforderung im Arbeitsleben wird von den Beschäftigten mehrheitlich als belastend bewertet. Die Folgen sind ein Rückgang des Engagements, geringes Wohlbefinden, sinkende Zufriedenheit und Konflikte zwischen Arbeit und Privatleben, was schließlich immer öfter in Erschöpfungszustände mündet. Diese Entwicklung zeichnet sich seit den 1990er Jahren ab. „Nach einer stabilen Phase steigt die Intensivierung seit 2000 wieder an“, sagt Korunka. Als besonders belastend bewertet haben das sowohl gering- als auch höhergebildete Beschäftigte und ältere Personen.

Mehr Aufgaben in immer kürzeren Zeiträumen zu erledigen, bedeutet für viele Beschäftigte heute auch, mehr Planungs- und Entscheidungsaufgaben zu erhalten. Diese Zunahme an Autonomie, die die Wissenschaft als dritte wesentliche Anforderung in der neuen Arbeitswelt identifiziert, wurde von den Befragten als Herausforderung bewertet, die sich sowohl positiv durch mehr Flexibilität als auch negativ durch Erschöpfung auswirken kann. Denn mehr Gestaltungsfreiheit bedeutet auch mehr Verantwortung und Selbststrukturierung. Die neu gewonnene Ressource schlägt so leicht in eine Anforderung um. „Das klassische Paradigma war: je mehr Autonomie, umso besser“, erklärt der Psychologe. „In der entgrenzten Arbeitswelt zeigt sich jedoch, dass es auch zu viel davon geben kann.“

Wie die Beschäftigten mit den steigenden Anforderungen umgehen, auch das hat sich die Wiener Forschungsgruppe im Rahmen des fünfjährigen FWF-Projekts angesehen und zwei Handlungsmuster festgestellt. Einerseits versuchen Beschäftigte, aktiv die Anforderungen der Arbeit zu bewältigen. Sie erhöhen ihr Arbeitstempo, arbeiten länger oder von zu Hause aus und reduzieren Pausen. Andererseits zeigen sie passive Handlungsmuster, indem die Qualität der Arbeit abnimmt oder Erfolge, wie etwa zur Erreichung von Zielvereinbarungen, vorgetäuscht werden.

Bleibt die Frage, was Unternehmen beitragen können, um die gesteigerten Anforderungen in gegenseitigem Interesse bewältigen zu können. „Unternehmen sind gefordert, Grenzen zu setzen, Richtlinien zu formulieren, sinnvolle Kennwerte zu entwickeln und vor allem die Mitarbeiter in Entscheidungen einzubinden“, nennt Korunka Schlüsselfaktoren. Struktur und Sicherheit sind die Voraussetzungen für produktives Arbeiten mit Qualität. Berücksichtigen Unternehmen diese Grundbedürfnisse, hat das deutlich mehr entlastende Wirkung, wie die Untersuchungen zeigen, als individuelle Fähigkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie zum Beispiel Zeit- oder Selbstmanagement.(hp)

Schlagwörter: 30-17freenomedia

Info

Kurzinterview mit Christian Korunka, Psychologe der Universität Wien
Die flexiblen 15 Prozent
SWZ: Herr Korunka, die permanente Lernanforderung wird oft als Belastung wahrgenommen. Ihre Analyse ergibt hingegen, dass sie Motivation und Zufriedenheit fördert. Wie ist das zu verstehen?
Christian Korunka: Es gibt drei psychologische Grundbedürfnisse: Das Bedürfnis nach Autonomie und Eigenständigkeit, das Bedürfnis nach Kompetenz und das Bedürfnis nach sozialer Einbindung. Je mehr diese Bedürfnisse in der Arbeitswelt befriedigt werden, desto mehr Motivation ist vorhanden. Das Bedürfnis nach Kompetenz betrifft die Lernanforderung: Wenn ich Kompetenzen entwickle und meine Neugierde befriedigen kann, motiviert mich das. Es gibt natürlich eine Grenze. Die Lernanforderung kann zu viel werden, aber es kann ein sehr gutes Maß geben, und unsere Studien zeigen, dass der positive Bereich überwiegt und nicht die Spitzen.

Können Sie ein Beispiel für „zu viel“ nennen?
Zu viel Lernanforderung herrscht etwa dann, wenn ein Unternehmen alle sechs Monate jeweils eine neue Software einführt, die immer unterschiedlich funktioniert.

Gilt der positive Lernaspekt für alle Altersstufen, Branchen und Gehaltsebenen gleichermaßen?
Ja, dieser Ansatz ist allgemeingültig. Es gibt natürlich unterschiedliche Möglichkeiten, aber man kann auch bei einer einfachen manuellen Tätigkeit permanent etwas Neues lernen. Lernen heißt ja auch, Freude an dem zu haben, was man geschaffen und verändert hat. Ganz besonders gilt der Ansatz der Lernanforderung aber für 15 Prozent aller Arbeitsplätze, die als „flexibel“ eingestuft werden.

Flexibilität ist das neue Mode- und Schimpfwort in der Arbeitswelt. Woher kommt diese Ambivalenz?
Die Wirtschaftskrise hat zum einen eine Flexibilität geschaffen, die zum Nachteil ganz bestimmter Arbeitsgruppen ist. Das sieht man am Beispiel Leiharbeit sehr gut. Die Formen der Leiharbeit, entstanden im Zuge der Krise, sind weiterhin vielfältig und zahlreich. Das ist praktisch für die Wirtschaft, aber schlecht für die Arbeiter, die nicht in ein stabiles Arbeitsverhältnis kommen. Die andere Form der Flexibilisierung betrifft eben die Dynamik von neuen Arbeitsformen, die die Digitalisierung bedingt. So haben Mitarbeiter mittlerweile Möglichkeiten, zeitlich und örtlich ungebunden zu arbeiten. Hier gilt es für Unternehmen und Mitarbeiter, Kompromisse auszuhandeln, die zum Wohle beider sind. Die Studien zeigen, dass starre Grenzen nichts bringen. Festzulegen, dass keine E-Mails mehr nach 17 Uhr geschrieben werden, bringt nichts. Viel eher ist ein Handeln nach Situation gefragt, das im Einverständnis beider passiert.
Mit der Digitalisierung ist die Arbeit intensiver geworden. Arbeiten wir auch mehr?
Bei aller Vorsicht, die bei Daten geboten ist, die uns bei solchen Fragen zur Verfügung stehen, würde ich sagen: Ja. Den Daten der European Working Life Surveys zufolge, die alle fünf Jahre Messungen vornimmt, hat der Zeitdruck seit den 90ern leicht zugenommen. Nichts Dramatisches, wir arbeiten nicht doppelt so viel wie vor 20 oder 30 Jahren. Aber eine leichte Zunahme ist spürbar. Es ist kein Zufall, dass wir immer öfter über Burnout sprechen.

Ausgabe 30-17, Seite 13

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