Der 47-Jährige ist seit 2010 Geschäftsführer und seit 2020 Inhaber der Unternehmensgruppe Moriggl in Glurns. Nach der kaufmännischen Matura studierte er Facility Management (ohne Abschluss), absolvierte Praktika und war drei Jahre lang Verwaltungsleiter in einem Schweizer Hotel, ehe er 2001 als Verwaltungsleiter ins Familienunternehmen einstieg. Moriggl ist liiert, hat zwei Kinder (und ein Enkelkind) und wohnt in Naturns.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Qualifizierte technische Arbeitskräfte zu finden.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Sei nützlich!
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Derzeit faszinieren mich die Bücher „Die 7 Regeln des Vertrauens – Wie man Dinge von Dauer schafft“ von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales sowie „Die seltsamsten Menschen der Welt: Wie der Westen reichlich sonderbar und besonders reich wurde“ von Joseph Henrich.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Eine meiner Hauptaufgaben in den Unternehmen besteht darin, die richtigen Menschen zu finden und ihnen die richtigen Aufgaben zuzuweisen. Für mich sind Vertrauenswürdigkeit und Motivation entscheidend, diese sind im Zweifel der Ausbildung übergeordnet.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Natürlich hängt das von der Funktion im Unternehmen ab. Bei Baustellenmonteuren ist Homeoffice z. B. nicht möglich. Aber dort, wo es möglich ist, gibt es keine Beschränkungen, solange Termine und Qualität der Aufgaben eingehalten werden.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Wissenschaft und Geschichte faszinieren mich sehr.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Weniger in Wählerstimmen und Wahlperioden zu handeln, sondern mehr Mut für die „richtigen“ Entscheidungen, auch wenn diese oft unpopulär sind. Zudem mehr Frauen als Staatschefinnen. 100 Prozent der weltweiten Konflikte wurden und werden von männergeführten Nationen angezettelt.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Mehr Menschen (und vor allem mehr Frauen!), die sich für technische Zukunftsberufe interessieren und ausbilden. Ansonsten wären weniger Steuern auf Arbeit, weniger Neidkultur und mehr Vertrauen anstelle von manchen bürokratischen Gesetzen sehr hilfreich.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Mit meiner Familie, beim Musizieren, in der Bergwelt, beim Lesen und Eisbaden.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Nelson Mandela.


















