Der 57-Jährige aus Wiesen/Pfitsch ist Geschäftsführer des Softwareunternehmens Infominds. Neben einem Magister für wirtschaftswissenschaftliche Berufe machte er unter anderem Ausbildungen in Unternehmensführung und Controlling sowie Informations- und Wissensmanagement. Peter Nestl ist verheiratet, hat zwei Töchter und drei Enkel. Gemeinsam mit seiner Familie eröffnete er vor wenigen Jahren das Familienhotel Familiamus in Meransen.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Die Herausforderung liegt darin, die strategische Weiterentwicklung der Infominds AG voranzutreiben und gleichzeitig höchste Qualität im Tagesgeschäft zu sichern. Innovation, Digitalisierung und Kundenorientierung erfordern ständiges Priorisieren. Flexibel bleiben, ohne den Kurs zu verlieren.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
„Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“ Beruflich: Zielstrebigkeit, Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz sind der Schlüssel zum Erfolg. Und: Nähe zu Menschen suchen, die weiter sind als man selbst.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
„Wie man Freunde gewinnt“ von Dale Carnegie – ein Buch, das mir die Bedeutung von Empathie und echtem Interesse am Gegenüber gezeigt hat.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Nicht am Fachwissen, sondern an Neugier, Selbstreflexion und Verantwortungsbereitschaft. Wer aus Fehlern lernt und Fragen stellt, hat großes Potenzial.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja, bis zu drei Tage pro Woche – abhängig von Rolle und Team. Flexibilität darf aber nicht zulasten des Teamgeists gehen.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Diese Frage stellt sich nicht. Die Vielfalt meiner Aufgaben hält den Job spannend und bietet ständige Entwicklung.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Mehr gezielte Förderung für Start-ups und Innovationen – gerade in Südtirol ein wichtiger Wachstumsmotor.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Mehr Eigeninitiative, Motivation und Leistungsbereitschaft.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Bei meiner Familie. Die gemeinsame Zeit gibt mir Kraft, erdet mich.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Anthony Robbins. Seine Fähigkeit, Menschen zu motivieren, beeindruckt mich. Ein Gespräch mit ihm könnte neue Impulse geben.




















