Klar, präzise und menschenorientiert: Monica Devilli (58) ist Vorsitzende des Genossenschaftsverbandes Coopbund Alto Adige Südtirol. Die Juristin prägt den Verband seit über 23 Jahren und steht seit 2021 an seiner Spitze. Geboren in Bozen und aufgewachsen in München, verbindet sie strategisches Denken mit Nähe zu den Mitgliedern. Sie ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Töchter, die beide im Ausland studieren.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Mein Alltag besteht darin, strategische Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig nah bei unseren Mitgliedern zu bleiben – eine Balance, die mir sehr wichtig ist.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Zuerst zuhören und sich in andere hineinversetzen, dann entscheiden.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Beeindruckt hat mich das Buch „Che il mondo ti sommigli. La saga di Francesco Cirio“. Es zeigt, wie Vision, Innovation und Verantwortung zusammenwirken können – stets mit Blick auf Qualität, Nachhaltigkeit und die Gemeinschaft.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Ich schätze Menschen, die mit offenen Augen die Welt entdecken, immer lernen wollen und Verantwortung übernehmen.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja, die meisten unserer Mitarbeiter:innen haben die Möglichkeit, einen Tag pro Woche flexibel von zu Hause aus zu arbeiten.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Am liebsten würde ich einen Beruf ausüben, der mir erlaubt, meine Ideen einzubringen und Projekte zu entwickeln, die begeistern und herausfordern.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Ich wünsche mir, dass die Landespolitik die nachhaltige Entwicklung stärkt und genossenschaftliche Unternehmen unterstützt – sie sind das Rückgrat unserer Gemeinschaft und sichern Zukunft und Zusammenhalt.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Mehr Mut zu Innovation und Generationswechsel und eine verantwortungsvolle Verbindung von Tradition mit neuen Technologien.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Sport ist für mich der perfekte Ausgleich: Er lässt den Kopf frei werden und neue Energie tanken.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit einem Spitzensportler – weil ich Menschen bewundere, die immer wieder über ihre eigenen Grenzen hinausgehen und dabei Großartiges leisten.


















