Mirko Quinz ist geschäftsführender Direktor der Südtiroler Autogewerbe-Genossenschaft (SAG). Der 33-Jährige besuchte die Handelsoberschule in Bozen. Seit acht Jahren ist er bei der SAG tätig. Quinz ist verheiratet und lebt in Oberbozen.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Qualifizierte Fachkräfte und Lehrlinge für unsere Branche zu gewinnen. Gleichzeitig stehen unsere Mitgliedsbetriebe aufgrund steigender Kosten und zunehmenden bürokratischen Anforderungen unter Druck.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Von meinen Eltern: Gib Gas und häng dich rein! Meine Eltern sind seit eh und je meine Motivatoren. Ich verdanke ihnen sehr viel.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Der regelmäßige Austausch mit unserem ehemaligen Präsidenten Manfred Huber. Von seinem unternehmerischen Weitblick, seinem Wissen und seinem Einsatz für die Genossenschaft konnte ich enorm viel lernen.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Für mich zeigt sich Talent vor allem in Motivation, Lernbereitschaft und Einsatz. Fachliches Wissen kann man erwerben, aber die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln, ist entscheidend.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Je nach Tätigkeit und betrieblicher Situation können unsere Mitarbeiter:innen ein bis zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Das ist sehr unwahrscheinlich, denn ich liebe meinen Job. Aber ich würde wohl Pizzaiolo werden. Pizzabacken ist eines meiner Lieblingshobbys.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Ich wünsche mir mehr Zusammenarbeit und weniger parteipolitische Auseinandersetzungen. Die Bürger:innen erwarten Lösungen. Gleichzeitig braucht es einen konsequenten Bürokratieabbau, damit Unternehmen mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit haben.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Mehr Menschen mit Mut, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Unternehmerisches Denken, Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft sind wichtige Voraussetzungen für eine starke Wirtschaft.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Vor allem im Sport. Besonders gerne fahre ich Rad, spiele Tennis oder Eishockey.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Da fällt mir spontan niemand Bestimmtes ein. Ich esse gerne mit Menschen zu Abend, von denen man etwas lernen kann und mit denen gleichzeitig ein lockeres Gespräch möglich ist.


















