Der gebürtige Wiener ist seit 2002 Geschäftsführer von Hypo Vorarlberg Leasing in Bozen, seit 2008 zudem Delegierter des Verwaltungsrates. Nach seinem Wirtschaftsstudium mit Doktorat in Wien begann er seine Karriere als Vorstandsassistent bei der Bösendorfer Klavierfabrik. Es folgten Stationen bei der Raiffeisen Zentralbank in Wien und Singapur. Meyer ist 65 Jahre alt, verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und lebt in Völs am Schlern.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Die Umsetzung einer ambitiösen Wachstumsstrategie bis zum Jahr 2030 mit neuen Marktregionen und zusätzlichen Produkten.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
„Behandle deine Mitarbeiter und Kunden so, wie du selbst behandelt werden willst.“
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Immer dann, wenn ich durch viel Vertrauensvorschuss von meinen Vorgesetzten spannende neue Aufgaben übernehmen konnte.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Ausgeprägtes Interesse und Engagement, Mut zum (Hinter)Fragen und zur Diskussion, Sensibilität.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja, für maximal zwei Tage in der Woche. Persönlich habe ich eine Präferenz für eine möglichst große Anwesenheit im Büro, das fördert die Diskussion und den persönlichen Austausch.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Da ich überzeugt bin, dass man spätestens gegen Ende einer beruflichen Laufbahn der Gesellschaft etwas zurückgeben sollte, würde mich am ehesten eine erfüllende Aufgabe im sozialen Bereich reizen.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Wir tun uns zunehmend schwer, jüngere Mitarbeiter zu finden, daher bin ich dankbar für jede politische Initiative zugunsten der Attraktivität von Südtirol für junge Talente.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Internationale Erfahrungen sind immer hilfreich zur Einschätzung der persönlichen Kompetenz und Best Practice. Seitens der Arbeitgeber braucht es eine faire Gehaltspolitik und eine offene Unternehmenskultur, die aus Mitarbeitern quasi Miteigentümer macht.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
In erster Linie bei meiner Familie, bei kulturellen Aktivitäten und bei Sport im Tal und auf dem Berg. Die Teilnahme beim New York Marathon im letzten Jahr war für mich die Erfüllung eines langgehegten Traums.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.


















