Der 42-Jährige leitet Vertrieb und Marketing bei SkyAlps. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Florenz und Wien arbeitete er bei der SMG (heute IDM) und Messe Bozen. Alber ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Eppan.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Den Tag so zu strukturieren, dass sowohl Raum für strategisches Denken bleibt als auch für die vielen spontanen Themen, die hereinflattern – ohne dabei die Ruhe zu verlieren.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Führe so, dass die Leute dir folgen wollen – nicht, weil sie müssen.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Ein Leadership-Seminar, das mit der Frage begann: „Würden Sie für sich selbst arbeiten wollen?“ Diese Selbstreflexion begleitet mich seither in vielen Entscheidungen.
4. Wie erkennen Sie Talente?
An der Begeisterung in den Augen, wenn jemand über seine Themen spricht. Talent zeigt sich weniger in Lebensläufen, sondern in echter Neugier und Lernbereitschaft.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Es gibt eingeschränkt die Möglichkeit wenige Tage pro Monat, aber bei jungen, dynamischen Teams halte ich Homeoffice nur bedingt für sinnvoll – der direkte Austausch ist für mich durch nichts zu ersetzen und speziell beim Aufbau von Unternehmen essenziell.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Dann würde ich vermutlich in die Beratung wechseln – dort hätte ich die Möglichkeit, noch mehr unterschiedliche Unternehmensgeschichten zu begleiten und vornehmlich strategisch zu arbeiten.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Um Familie und Beruf für beide Eltern gleichermaßen vereinbar zu machen, sind qualitativ hochwertige und verlässliche Betreuungsangebote unerlässlich, speziell in den Sommermonaten. Zusätzlich muss mutiger in Digitalisierung investiert werden.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Experimentierfreude. Weniger Angst vor Fehlern, mehr Lust auf Neues.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Bei meiner Familie und auf dem Golfplatz mit Freunden.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Jannik Sinner – um über Spitzensport, mentale Stärke und die Erfahrungen auf der ATP-Tour zu sprechen.



















