Martina Hafner, Jahrgang 1992, ist CFO bei Lichtstudio Eisenkeil. Sie besuchte die Lehranstalt für Wirtschaft und Tourismus. Bevor sie zu Lichtstudio Eisenkeil wechselte, sammelte sie Buchhaltungserfahrung in verschiedenen Unternehmen; zuletzt leitete sie die Verwaltung der VHS Südtirol.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Vor sechs Monaten habe ich meine wohl schönste Führungsrolle als Mama begonnen. Aktuell liegt meine größte Herausforderung darin, das neue Familienglück und meinen geliebten Beruf in Balance zu halten.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Loslassen heißt nicht verlieren, sondern vertrauen, dass das Richtige bleibt.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Die Teilnahme an zwei Coaching-Programmen von Leonie Gehler hat mich in den letzten zwei Jahren nachhaltig geprägt – beruflich wie privat.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Talente zeigen sich für mich nicht nur in Mitarbeitergesprächen oder Teammeetings, sondern oft im ganz normalen Arbeitsalltag. Wichtiger als Fachwissen sind echtes Interesse und Leidenschaft für eine Aufgabe.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Je nach Aufgabe und Bereich besteht die Möglichkeit zu Homeoffice, die Tage werden individuell geregelt. Unsere Struktur ist jedoch noch stark auf persönliche Präsenz ausgelegt – das Miteinander im Büro bleibt zentral.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Ich würde meiner kreativen Seite mehr Raum geben, Yogakurse anbieten und mich dem Malen widmen – mit der leisen Hoffnung, irgendwann eine echte Künstlerin zu werden.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Ich bin kein besonders politischer Mensch, wünsche mir aber mehr unkomplizierte Förderungen für mittelständische Unternehmen und insgesamt weniger Bürokratie. Viele gute Ideen scheitern nicht am Engagement, sondern an zu komplexen Abläufen – da würde mehr Pragmatismus viel bewegen.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Von echter Anerkennung für Leistung – nicht nur für Anwesenheit. Leistungsgerechte Prämien und Entwicklungsmöglichkeiten motivieren langfristig.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Yoga, Laufen und hoffentlich bald auch wieder Paragleiten bringen mich runter vom Alltagsstress. Zudem liebe ich ruhige Morgen, viel Lesen und kontinuierliche Weiterbildung.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Yael Meier. Sie beeindruckt mich, weil sie als junge Mutter mutig ihren Weg geht, Themen offen anspricht und mit viel Energie neue Perspektiven in die Arbeitswelt bringt.
















