Martin Rabensteiner (37) kennt den Tourismus aus vielen Perspektiven. Der Kastelruther ist seit Herbst 2024 Geschäftsführer von Seiser Alm Marketing. Nach der Ausbildung an der Landesberufsschule Emma Hellenstainer arbeitete er als Koch im In- und Ausland, unter anderem in Australien, Südafrika, Spanien und der Schweiz. Mit 27 Jahren holte er die Matura nach und studierte Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus an der Universität Innsbruck. Vor seinem Wechsel war Rabensteiner fünf Jahre bei IDM Südtirol tätig. Er lebt in Kastelruth und ist liiert.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Die unterschiedlichen Interessen der verschiedenen Stakeholder unter einen Hut zu bringen und uns als Destination mit den aktuellen Herausforderungen weiterzuentwickeln.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Chi va piano va sano e lontano.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Meine Stationen als Koch im Ausland, bei denen ich viele Eindrücke gesammelt und Offenheit fürs Leben gelernt habe. Ebenso prägend war mein Berufswechsel mit 27 Jahren: Nach 13 Jahren als Koch drückte ich noch einmal die Schulbank, holte die Matura nach und begann ein Studium.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Wenn sie mit viel Fleiß und Motivation an neue Herausforderungen rangehen.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Bei uns gibt es die Möglichkeit zwei Mal im Monat im Homeoffice zu arbeiten.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Ich würde eine Almhütte auf der Seiser Alm übernehmen.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Dass sie bestmögliche Rahmenbedingungen für leistbares Wohnen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schafft – und die dafür nötigen Maßnahmen konsequent umsetzt.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Südtirols Arbeitswelt braucht mehr junge, motivierte Menschen in verantwortungsvollen Positionen, die offen sind, neue Wege zu gehen.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Sport, Laufen, Radfahren oder Skifahren sowie bei der Gartenarbeit und auf Musikveranstaltungen.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Am liebsten mit Freunden, Familie und alten Berufskollegen, für die leider oft zu wenig Zeit bleibt.



















