Manuela Pattis (40) gestaltet Innovation. Die gebürtige Brixnerin und Wahl-Boznerin ist seit acht Jahren im HGV und verantwortet seit 2023 den Bereich Innovation sowie die HGV-Außenstelle im NOI Techpark. Sie studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, arbeitete an der Uni Bozen, bei der Handelskammer und bei einem Headhunter in England.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
In einer Welt voller irrelevanter Informationen Klarheit und den Blick für das Wesentliche zu behalten.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
„Mut zur Imperfektion.“ Nicht alles zu Ende denken wollen, bevor man beginnt, sondern ins Tun kommen und unterwegs lernen.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
„Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari. Das Buch hat mich angeregt, darüber nachzudenken, ob Fortschritt automatisch mehr Glück bedeutet und ob wir uns gerade wirklich in die „richtige“ Richtung entwickeln.
4. Wie erkennen Sie Talente?
In Gesprächen bleibt bei mir oft das hängen, was Menschen außerhalb der Arbeit ausmacht: ihre Leidenschaften und das, wofür sie wirklich brennen.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
In meinem Unternehmen gibt es die Möglichkeit, einen Homeoffice Tag pro Woche zu machen, für Mitarbeitende, die weiter weg wohnen, sogar zwei.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Mein heimlicher „sogno nel cassetto“ ist es, eines Tages die Tagesschau von RAI Südtirol zu moderieren – meine Familie war schon immer überzeugt, dass ich ihnen irgendwann aus dem Fernseher entgegenlachen würde.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Leistbares Wohnen und ein stärkeres Bewusstsein für Biodiversität und Umweltschutz – auch bei vermeintlich „kleinen“ Entscheidungen vor Ort, die oft symbolisch für einen größeren Umgang mit unserem Lebensraum stehen.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Von einer gelebten Fehler- und Scheiterkultur: ausprobieren, lernen, iterieren – ohne Angst vor dem ersten Fehlversuch.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Ausdauersport. Kürzlich durfte ich den Rom-Marathon ins Ziel laufen, und dieser Moment hat mir gezeigt: Alles ist möglich.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit meinem siebenjährigen Ich – um ihr zu zeigen, was wir bereits alles geschafft haben. Und mit meinen Eltern – in ihren Zwanzigern, um zu verstehen, wer sie als junge Menschen waren.


















