Die 42-Jährige ist Geschäftsführerin des Bauträgers Investa GmbH. Sie absolvierte ein BWL-Studium in Verona und Montpellier und ist seit 2016 im Familienbetrieb tätig. Manuela Frasnelli ist verheiratet und wohnt in Bozen und Feldthurns.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Im täglichen Klein-Klein den Blick für das große Ganze nicht zu verlieren und gleichzeitig die vielen Projekte und Interessen unter einen Hut zu bringen.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Wichtige Entscheidungen nicht überstürzt treffen. Oft hilft es, eine Nacht darüber zu schlafen.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Mein Studium hat mir eine solide Basis gegeben. Missen möchte ich aber auch nicht die vielen Sommerjobs und Auslandsaufenthalte, die meinen Horizont erweitert und den Blick für Menschen geschärft haben.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Weniger in Zeugnissen als an der Einstellung: Wer Probleme mit Hausverstand angeht, Verantwortung übernimmt, bringt gute Voraussetzungen mit.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Wir sind ein kleines Team und arbeiten vorwiegend im Büro. Wir versuchen aber nach Möglichkeit, die Rahmenbedingungen für die einzelnen Mitarbeitenden flexibel zu gestalten.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Eine Auszeit auf einer Alm wäre interessant.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Mehr Wertschätzung fürs Unternehmertum, weniger Bürokratie und schnellere Verfahren. Auch im Landesgesetz für Raum und Landschaft sehe ich Potenzial für Verbesserungen.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Mehr starke Frauen in Führungspositionen.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
In der Natur, auf Reisen oder mit einem guten Buch. Etwas Abstand tut immer wieder gut, um neue Energie zu tanken.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Freunden und Familie, dafür bleibt in der Hektik des Alltags oft zu wenig Zeit.



















