Klaus Alber, 48, ist Inhaber des Miramonti Boutique Hotel in Hafling. Er besuchte die Hotelfachschule in Meran und arbeitete in St. Moritz sowie in Obergurgl. Das Miramonti führt er seit 2012. In den darauffolgenden Jahren baute er die „Miramonti Collection“ auf und übernahm 2025 u. a. das Bergrestaurant Rotwand. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Hafling.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Zu erkennen, welche wertvollen Ressourcen bereits vorhanden sind, und den Fokus konsequent auf die eigenen Stärken zu richten. Mir ist wichtig, dass wir als Gesellschaft und Wirtschaft auch daran denken, dass die Heimat viel gibt und man ihr ebenso etwas zurückgeben sollte.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Nicht ständig zu klagen, sondern zuerst zu säen, bevor man ernten will. Erfolg entsteht durch konsequente Arbeit und Training – „winning starts with training“.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Ein Seminar des WIFI in Innsbruck vor vielen Jahren, in dem ich erstmals den Begriff „Boutique Hotel“ gehört habe. Diese Idee wurde zum Ausgangspunkt für unsere Entwicklung.
4. Wie erkennen Sie Talente?
An Einfachheit, Bodenständigkeit und einer positiven Grundhaltung. Entscheidend sind zudem Herzlichkeit, Ausstrahlung und die Bereitschaft, mehr zu geben, als erwartet wird.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja, Homeoffice ist möglich, aktuell vor allem in der Rezeption. Bis zu vier Tage pro Woche sind je nach Funktion und Aufgabe realisierbar.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Ich würde gerne meine Erfahrung weitergeben und junge Menschen motivieren. Gleichzeitig reizt mich das Handwerkliche, z. B. unser Projekt rund um das Kaffeerösten weiter voranzutreiben.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Mehr Wertschätzung für die Leistung der Betriebe in Tourismus, Handwerk, Dienstleistung, Landwirtschaft und Bildung.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Menschen, die anpacken und Arbeit mit Passion und Leidenschaft machen.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Sport und im Austausch mit interessanten, positiven Menschen. Solche Kontakte geben mir Energie und neue Perspektiven.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Menschen, die positiv denken, Charakter haben und offen ihre Lebensgeschichte teilen. Solche Gespräche inspirieren mich.



















