Karoline Walch ist Geschäftsführerin des Weinguts Elena Walch. Sie erlangte einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften in Graz und einen Master in Wine Business in Adelaide, Australien. Die 38-Jährige ist verheiratet, hat zwei Buben und wohnt in Tramin.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Der erfolgreiche Launch unserer neuen Trentodoc Sektkellerei Moncalisse.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Es niemals als selbstverständlich anzusehen, auf so wertvollen Weinbergen arbeiten zu dürfen. Deswegen ist es unsere Verantwortung, langfristig und nachhaltig zu wirtschaften, um dieses Kulturgut in Vollkommenheit den nächsten Generationen zu übergeben.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Mein Highschool-Auslandsjahr in Neuseeland mit nur 17 Jahren. Es hat meine Selbstständigkeit, Widerstandsfähigkeit und Offenheit nachhaltig geprägt.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Natürlich im Arbeitsalltag. Aber oft auch auf Weinmessen, Veranstaltungen oder Verkostungen. Neugier und Eigeninitiative sind für mich oft starke Indikatoren.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Als produzierendes Unternehmen sind unsere Möglichkeiten naturgemäß begrenzt. Wir bieten jedoch seit Jahren bereits eine Viereinhalb-Tage-Woche.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Das ist schwer vorstellbar. Die Vielfalt meines Berufs mit Landwirtschaft, Produktion, internationalen Märkten, Reisen und Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen begeistert mich jeden Tag aufs Neue.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Ein aktuelles Thema ist für mich das neue Höfegesetz. In seiner derzeitigen Form halte ich es für einen Fehler, da es die unternehmerische Entwicklung vieler landwirtschaftlicher Betriebe erschwert und zu einer generellen Abwertung der geschlossenen Höfe führt.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Mehr Frauen in Führungspositionen.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Am liebsten draußen in der Natur – gemeinsam mit meiner Familie bei einem schönen Picknick!
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Barack Obama. Sein Weitblick, seine Gelassenheit und seine Fähigkeit, auch in schwierigen Zeiten Brücken zu bauen, beeindrucken mich. Davon könnte die Welt derzeit durchaus mehr gebrauchen.



















