Josef Erlacher gründete vor rund 35 Jahren sein eigenes Unternehmen, IFK-Consulting in Brixen. Nach der Handelsschule in Bozen studierte er Betriebswirtschaft in Innsbruck. Vor seiner Selbstständigkeit arbeitete er im elterlichen Tiefbau-Betrieb. 1994 holte Erlacher bei den Paralympics in Lillehammer Bronze in der Abfahrt. Neben seiner Selbstständigkeit arbeitet Josef Erlacher als Autor und Speaker. Der 61-Jährige lebt mit seiner Lebensgefährtin und den beiden Kindern in Villanders.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Anzahl und Größe der Projekte mit unseren Kapazitäten abzustimmen. Wir verfügen in unserem Team über eine gegebene Anzahl an Arbeitstagen, diese mit der Anzahl und Größe an Anfragen und den Aktivitäten in der Akquise abzustimmen, ist momentan ein Seiltanzakt.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Operative Hektik ist ein Zeichen geistiger Windstille.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Meine Ausbildung zum systemischen Berater und Coach in Wien (2006–2008) brachte mich auf ein neues Erkenntnis-Level. Acht Jahre intensive Speaker-Ausbildung haben zudem meine Bühnenpräsenz perfektioniert.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Talent ist für mich etwas, das jemand gut beherrscht. Was Menschen gut können, bereitet ihnen Freude und begeistert sie. Deshalb achte ich auf die Begeisterungsfähigkeit von Menschen. Dort, wo sie sich begeistern können, liegt oft auch ihr Talent.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Wir arbeiten flexibel beim Kunden, in Brixen oder im Homeoffice. Trotz aller Autonomie bleibt der persönliche Austausch im Büro unverzichtbar, um Projekte zu besprechen und uns im Team zu reflektieren.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Jetzt wäre es etwas spät zu wechseln, aber gerne wäre ich auch Musiker geworden.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Mehr Mut für Neues und nicht zu sehr auf die lautesten Schreier zu hören. Es sollte ein Ziel sein, für jede neue Maßnahme eine alte zu eliminieren.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Selbstbewusstsein in der Preisgestaltung und eine bessere Kommunikationskultur.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Lesen, beim Skifahren und beim Besuch von Städten.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Jannik Sinner oder Markus Lanz.



















