Mit 32 Jahren verbindet die aus Partschins stammende Ernährungswissenschaftlerin, Holistic Coach und Yogalehrerin Wissenschaft, Körperarbeit und innere Stärke. In Bozen führt sie gemeinsam mit ihrem Mann das Zentrum beyond human performance, wo Menschen lernen, ganzheitlich zu wachsen – körperlich und mental.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Die Balance zwischen Wachstum und Stabilität zu halten. Wir sind ein junges, hochmotiviertes Team. Aber ein Unternehmen kann nur so gesund wachsen, wie die Menschen darin mitwachsen.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
„Erhöhe deine Fehlerquote.“ Mein Perfektionismus hat mich viel Lebensfreude und wertvolle Erfahrungen gekostet. Heute weiß ich: Wachstum entsteht nicht trotz, sondern durch Fehler.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Meine erste Coaching-Ausbildung. Sie hat meine Art zu denken grundlegend verändert: Das Außen lässt sich oft nicht sofort verändern – die Perspektive darauf aber sehr wohl.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Wenn Menschen in ihrem Tun sichtbar aufblühen – wenn sie Raum und Zeit vergessen, Verantwortung übernehmen und überdurchschnittliche Ergebnisse liefern.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen Homeoffice – und wenn ja, wie oft
Da unsere Mitarbeitenden als Coaches oder Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten, ist es nur begrenzt möglich. Wo es sich anbietet – etwa in Vorbereitungs- oder Lernzeiten –, schaffen wir Raum dafür.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Das Thema Mama-Werden und Vereinbarkeit beschäftigt mich gerade sehr. Ich sehe mich dann mit drei Kindern, mitten im lebendigen Familienchaos – und organisiere unseren Alltag wie ein kleines Familienunternehmen.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Dass sie einen Rahmen schafft für eine Gesellschaft, die auf Bewusstsein, Mut, Achtsamkeit und Selbstverantwortung baut.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Von sichtbaren, mutigen Frauen, die ihre Talente selbstbewusst einbringen und aktiv mitgestalten, wohin sich Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
In Bewegung – im fließenden Yogaflow genauso wie im intensiven Hyrox-Training. Wenn ich meinen Körper fordere, bin ich raus aus dem Kopf und vollständig im Hier und Jetzt.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Spontan kommen mir Frauen wie Brené Brown, Oprah Winfrey oder Tijen Onaran in den Sinn – starke Vorbilder für Sichtbarkeit, klare Haltung und echtes Female Empowerment.




















