Der 56-Jährige ist seit 2023 Direktor der wechselseitigen Hilfsgesellschaft Mutual Help. Er hat einen Maturaabschluss, war 31 Jahre lang beim Raiffeisen Versicherungszentrum Lana tätig und 15 Jahre lang ehrenamtlicher Vorsitzender des Jugenddienstes Lana-Tisens. Flarer hat drei Kinder und lebt in Lana.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Abläufe vereinfachen, Projekte gleichzeitig voranbringen und Mitarbeiter:innen einbinden.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Unangenehmes zuerst erledigen.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Die Lehrgänge „Kommunikationspsychologie und Gesprächstechnik“, die Ausbildung zum Erwachsenenbildner und zum Business- und Managementcoach.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Ich denke, dass jede und jeder wertvolle Talente hat. Meine Aufgabe sehe ich darin, passende Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Menschen ihre Fähigkeiten entfalten können.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Für einige Mitarbeitende ja, für andere in Ausnahmefällen und nach Abstimmung im Team.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Plötzlich keine Lust gibt es für mich nicht. Ich würde Coaching mit Wandern und Reisen verbinden und Menschen darin unterstützen, sich auf das Wesentliche in ihrem Leben zu konzentrieren.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Oh, ein großes Thema. Die Politik wird viel zu sehr von Geld und Profit gesteuert. Stattdessen wünsche ich mir ein politisches Engagement ausgerichtet auf nachhaltige Werte zum Wohle der heimischen Bevölkerung und der Umwelt. Dazu gehören langfristige mutige Ansätze mit verbindlichem Charakter für politische Entscheidungen. Das würde Politik wieder glaubwürdiger machen.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Die Arbeit in Südtirol darf attraktiver gegenüber anderen Gebieten sein. Dazu braucht es wesentlich bessere Lösungen in den Bereichen Wohnen, öffentliche Mobilität, Umweltschutz und Unterstützung im Gesundheitsbereich. Das wäre z. B. ein nachhaltiges Projekt, bei dem Politik, Wirtschaft und der Dritte Sektor viel enger zusammenarbeiten sollten.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Mit Freunden, beim Sport, in den Bergen, beim Reisen und beim Lesen.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Immer wieder gerne mit Freunden und lieben Menschen.


















