Präzision, Technik und der Blick fürs Wesentliche prägen den beruflichen Weg von Gernot Nischler. Der promovierte Ingenieur ist Executive Technical Manager bei TechnoAlpin und entwickelte sich aus der Forschung & Entwicklung über mehrere Stationen bis in seine heutige Position – darunter auch als Assistent des CTO. Privat verwurzelt und verheiratet in Rabland, denkt der 41-Jährige international und verbindet technisches Know-how mit strategischem Weitblick.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Das Wesentliche nie aus den Augen zu verlieren.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Hör dir immer möglichst viele Meinungen an, vor allem die der Kunden – und bilde dir dann deine eigene.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Besonders lehrreich und prägend war das Arbeiten an der Seite von Walter Rieder, einem der Gründer von TechnoAlpin.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Ich vergleiche das gerne mit dem Sport. Die Sportler „zeigen“ sich, wenn Talentscouts in der Nähe sind, und gehen dabei auch bewusste Risiken ein. Übertragen auf das Berufsleben hat für mich ein Talent vor allem den Mut, sich zu zeigen, um aus der Menge herauszustechen.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja – und es ist inzwischen eine klare Erwartungshaltung unserer Mitarbeiter:innen an das Unternehmen. Möglich ist das bis zu drei Tage. In der Praxis ist es so, dass durchschnittlich zwei Tage in Anspruch genommen werden. Viele sehen das hybride Modell als das beste, und dann gibt es auch einen nicht ganz kleinen Anteil, welcher Smart Office gar nicht beansprucht.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Es wäre sicher etwas im technischen Umfeld, dort liegen meine Interessen und meine Stärken.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Eine konsequente (Wirtschafts-)Politik, die spürbar und möglichst direkt den Menschen in Südtirol zugutekommt.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
In einer Zeit, in der Menschen so mobil sind wie nie zuvor, sehe ich für Südtirol auch eine große Chance. Was wir dafür „mehr“ brauchen, ist eine international ausgerichtete Denkweise in den Unternehmen und die passenden Rahmenbedingungen. So können wir langfristig international konkurrenzfähig bleiben.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Rennradfahren.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Roger Federer.




















