David Pedross, 29, ist Chief Visionary Officer bei Karl Pedross AG. Er studierte Film und Motion Design und stieg nach dem Bachelor ins Familienunternehmen ein. Er lebt in Latsch.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Den Generationenwechsel im Unternehmen so zu gestalten, dass traditionelle Werte und Veränderungen für die Zukunft gleichermaßen Platz finden.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
„Du wirst Fehler machen, das ist normal. Wichtig ist, dass du daraus lernst und deinen eigenen Weg findest.“
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Ein Seminar, das ich kürzlich besucht habe über Strategieentwicklung, das mir eine Struktur für unternehmerische Entscheidungen gegeben hat.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Ich erkenne Talente daran, dass sie über den Tellerrand hinausschauen, Lösungen suchen und nicht nur Probleme sehen – zugleich zeigen sie Können, Haltung, Teamgeist, Offenheit und den Willen, sich weiterzuentwickeln.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
In unserem Unternehmen bieten wir Homeoffice dort an, wo es möglich ist. Eine feste Anzahl an Tagen pro Woche gibt es nicht, sondern es wird sehr individuell an die jeweiligen Aufgaben und Personen angepasst.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Wenn ich plötzlich keine Lust mehr auf meinen aktuellen Job hätte, würde ich wahrscheinlich in die Filmbranche wechseln. Das war ursprünglich auch mein Plan, wenn mich die Arbeit im Familienunternehmen nicht so begeistert hätte.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Mein Wunsch ist es, dass Maßnahmen umgesetzt werden, um junge Menschen im Land zu halten – durch attraktive Arbeitsplätze, leistbares Wohnen und vielfältige Freizeitmöglichkeiten wie Sport-, Kultur- und Veranstaltungsangebote, die das Leben in Südtirol lebendig und abwechslungsreich machen.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Damit Südtirol langfristig wettbewerbsfähig bleibt, braucht es eine Arbeitswelt, die junge Menschen hier hält, Rückkehrer nach dem Studium anspricht und internationale Talente anzieht.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Schwimmen, Tennisspielen, Radfahren, im Kreis von Freunden oder entspannt bei einer guten Serie oder einem Film.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Quentin Tarantino. Ich bin ein großer Fan seiner Filme. Ich fände es faszinierend, mehr über seinen kreativen Prozess, seine Ideenfindung und die Art und Weise zu erfahren, wie er Geschichten so einzigartig erzählt.
















