Claudio Vitalini ist CEO von IIT Hydrogen in Bozen. Er studierte Elektrotechnik in Padua und Hannover. Anschließend war er Projektmanager, zunächst bei Marangoni Meccanica im Trentino und dann bei Iveco Defence Vehicles. Danach war er als Investmentmanager bei Atzwanger AG im Bereich erneuerbare Energien tätig. Bevor Vitalini zu IIT Hydrogen wechselte, war er 13 Jahre lang der Direktor der Stadtwerke Meran. Der 56-Jährige ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Meran.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Mir jeden Tag etwas Neues einfallen zu lassen, um neue Wege für den Wasserstoff zu finden. Die Welt der Stakeholder in diesem Bereich ist komplex und man braucht fast missionarische Überzeugungsansätze. Die Leidenschaft hilft, das Team noch mehr.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Habe Mut, der Rest kommt allein
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Der Lehrgang Systemische Führung beim MCI in Innsbruck und der Master in Management der öffentlichen Verwaltung (EMMAP) bei SDA Bocconi in Mailand.
4. Wie erkennen Sie Talente?
In unserem Bereich kann die Begeisterung für Innovation und Nachhaltigkeit andere wichtige Aspekte der Persönlichkeit überdecken. Mut machen, zuhören und beobachten sind gute Werkzeuge.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Wir bieten die Möglichkeit an, je nach Bedarf (Distanz, Familie usw.) von einem Tag bis zu vier Tagen pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Ich beobachte, dass viele trotzdem den menschlichen Kontakt suchen.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Berater im Bereich Public-Private-Partnership. Ohne solche schafft unsere Gesellschaft die anstehenden Herausforderungen nicht.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Noch mehr auf Nachhaltigkeit der Wirtschaft setzen und die Innovation der Betriebe unterstützen, die neue Wege gehen möchten. Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. Die Gesellschaft wird dann mitziehen.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Sie muss von außen betrachtet attraktiver werden. Unsere „Green Economy“ ist es schon, aber leistbare Wohnungen sind mittlerweile eine Voraussetzung, um Fachkräfte zu finden.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Lesen von Büchern über Kunst oder moderne Geschichte. Oder im Wald mit meiner Familie.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit einem KI-Experten, um über neue Chancen für mein Team zu diskutieren.
















