Die 37-Jährige ist Client Engineering Leader bei IBM Italien (zurzeit ist sie in Elternzeit). Sie studierte Kommunikationswissenschaft in London und erlangte einen Master in Arts, Culture Management & Economics an der Bocconi und Copenhagen Business School. Sie gründete außerdem TEDxBolzano. Die gebürtige Boznerin ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Mailand.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Meine größte Herausforderung ist es, in einer Welt, die sich durch KI rasant verändert, am Ball zu bleiben. Bald steige ich nach meiner zweiten Mutterschaftspause wieder ins Berufsleben ein. Die Balance zwischen beruflicher Entwicklung, Verantwortung und Familie bleibt eine tägliche Aufgabe.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Den besten Rat habe ich vom Geschäftsführer von IBM Italien erhalten: Du musst nicht alles wissen, aber du musst dich mit Menschen umgeben, die es wissen – und die richtigen Aufgaben den richtigen Personen geben. Das macht ein Team erfolgreich.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Definitiv meine Auslandserfahrungen (London, Frankfurt, Kopenhagen). Sie haben mir geholfen, andere Perspektiven einzunehmen.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Ich verlasse mich stark auf mein Bauchgefühl. Aber als ich in nur drei Monaten über 40 neue Mitarbeitende für ein Team ausgewählt habe, habe ich gelernt, auch die richtigen Fragen zu stellen – für mich eine Mischung aus Intuition und Struktur.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja, wir bieten zwei bis drei Tage Homeoffice pro Woche an.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Routine bremst mich, Abwechslung und Teamarbeit motivieren mich am meisten. Also sicher wieder ein Job mit Menschen.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Mein größter Wunsch ist, dass Südtirol echte zweisprachige Schulen etabliert. Nur so gelingt Integration.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Südtirol braucht mehr Offenheit und Mut, über den Tellerrand hinauszuschauen.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Ich lese viel, vor allem Romane. Und wir reisen, so oft es geht – unser erstes Abenteuer mit unserer Tochter führte nach Japan, da war sie erst ein Jahr alt.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Die besten Abendessen sind für mich die, bei denen viele inspirierende Menschen an einem Tisch sitzen. Solche Gespräche geben Energie und neue Perspektiven, die man allein nie hätte.




















