Die Direktorin des Wifi, der Weiterbildungseinrichtung der Handelskammer Bozen, hat Betriebswirtschaft in Verona studiert, ist ausgebildete Trainerin, Coach und Bildungsmanagerin. Vor ihrer Karriere in der Handelskammer sammelte sie berufliche Erfahrungen in Dienstleistungsunternehmen. Christine Platzer stammt aus Meran und pendelt aktuell zwischen Südtirol und Modena, der Heimat ihres Lebenspartners. (Foto: Michele Valentini / Handelskammer Bozen)
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Der rasante Wandel. Es gilt, das Wifi-Weiterbildungsprogramm laufend anzupassen und neue Angebote zu kreieren, um Südtirols Unternehmen bestmöglich zu unterstützen.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Als Führungskraft: Nimm dir regelmäßig Zeit für Reflexion. Wer strategisch denken und innovative Ideen entwickeln will, braucht bewusst Abstand vom Tagesgeschäft.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Die Ausbildung zum Business- und Managementcoach hat meine Sicht auf Entwicklung und Führung nachhaltig geprägt.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Jeder Mensch hat Talente. Es ist wichtig zu verstehen, wofür jemand brennt, was einer Person wirklich wichtig ist. Für mich ist das Mindset entscheidend. Ansonsten ist ein Mix aus Diagnostik-Tools und Beobachtung heute Standard.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Bis zu zwei Tage pro Woche sind möglich und flexibel gestaltbar, das wird auch sehr geschätzt. Für den Teamspirit achte ich als Führungskraft auf ausreichend gemeinsame Momente.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Ich liebe meine Arbeit, mein Job bringt mich in Kontakt mit interessanten Menschen und es gibt ständig neue Projekte. Vorstellen kann ich mir auch eine leitende Position in einem Unternehmen mit innovativer Führungs- und Lernkultur oder eine Tätigkeit als Beraterin.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Gute Rahmenbedingungen schaffen, um den Arbeitskräftemangel zu meistern.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Menschen mit Future Skills, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können. Zudem sind moderne, agile Führungskräfte gefragt.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Natur und Kultur sowie Zeit mit Familie und Freunden sind meine größten Energiequellen.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Ein Austausch mit dem Neurobiologen Gerald Hüther über innovative Bildungskonzepte und Potenzialentfaltung wäre sicher inspirierend.




















