Der 45-Jährige ist „Regional Finance Director South Eastern Europe“ beim deutschen Konzern Miele und Managing Director (ad interim) von Miele Italia. Er absolvierte ein Studium am MCI Innsbruck und das „International Executive MBA“ an der Uni St. Gallen. Vor Miele war Lambacher bei Fercam und Durst tätig. Er hat zwei Kinder und wohnt mit seiner Familie in Klausen.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Im derzeitigen makroökonomischen und weltpolitisch sehr volatilen Umfeld einerseits lokale operative Tätigkeiten zu setzen und andererseits globale strategische Themen zu unterstützen.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Das waren zwei: „Erfolg gehört den Sturköpfen“ und „Jeder Mensch hat das Recht, gehört zu werden“.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Mit Sicherheit mein International Executive MBA in St. Gallen mit Vorlesungen in vier verschiedenen Kontinenten und Besuch des Silicon Valleys. Sehr herausfordernd, aber einfach genial.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Wie sie mit Neugier, Tatendrang und Eigenverantwortung an Herausforderungen herangehen und aktiv mitgestalten wollen.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja, wir bieten zwei Tage Homeoffice an, wobei wir beschlossen haben, dass am Freitag alle im Homeoffice sind.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Entweder in einen Lehr- oder Professorenberuf an einer Oberschule oder Universität, oder in den Real-Estate-Bereich und dort in die Entwicklung von Immobilien.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Endlich den Mut zu haben, die Ausbildung unserer Kinder in zwei oder drei Sprachen anzubieten und somit das getrennte Schulsystem aufzulösen. Leider ist die Qualität der Zweitsprache weitgehend unterdurchschnittlich. Zudem würde ich mehr zukunftsorientiertere oder persönlichkeitsfördernde Fächer anbieten. Die nächste Generation wird es uns danken.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Mutige, international denkende Mitarbeiter mit Eigeninitiative, die sich in einem attraktiven beruflichen und sozialen Umfeld entwickeln können.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
In der Natur, beim Wandern oder anderen sportlichen Aktivitäten zusammen mit meiner Familie und Freunden, sowie beim Lesen und Reisen.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Barack Obama oder Helmut Schmidt, sofern er noch am Leben wäre.


















