Bei ihr steht der Geschmack im Vordergrund. Bettina Schmid ist Leiterin Gustelier & Gastro im Hoteliers- und Gastwirteverband Südtirol (HGV). Sie studierte Ernährungswissenschaften in Wien. Zurück in Südtirol prägte sie u. a. die Innovationsberatung am damaligen TIS und leitete das Business Development bei IDM. Die 52-Jährige ist ledig und leidenschaftliche Tante und Großtante.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Im Team: Immer wieder die Balance zwischen dem Tagesgeschäft und der strategischen Weiterentwicklung zu halten. In der Gastronomie-Branche: Veränderung als Chance zu nutzen und Betriebe dabei zu unterstützen, sich auf neue Anforderungen einzustellen – und dabei wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Wenn du dich über etwas ärgerst, lieber einmal drüber schlafen, bevor du darauf reagierst. Bewirkt oft Wunder.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Unvergessen ist ein Seminar zur Wissensvermittlung im Studium: Der Referent wirkte anfangs unsympathisch – wurde am Ende aber zum Vorbild für unterhaltsame, überzeugende Wissensvermittlung.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Wenn sich Kompetenz mit Empathie trifft, ist das für das Team ein Volltreffer. Die wichtigste Erkenntnis und zugleich täglicher Auftrag bleiben aber: jeden Mitarbeitenden dort einzusetzen, wo er seine Fähigkeiten entfalten und wachsen kann.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Mitarbeiter:innen können je nach Aufgabenbereich und Wohnort bis zu zwei Tage wöchentlich Homeoffice nutzen. Ich selbst nehme es nicht in Anspruch.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Ich bräuchte was fürs Herz und was für den Kopf: also Menschen begleiten und unterstützen, und schreiben, als Autorin oder Ghostwriterin.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Weniger Eitelkeit und mehr Pragmatismus für ein weiterhin lebenswertes Südtirol.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Von Rahmenbedingungen für eine selbstverständliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf – damit Mütter ihr Potenzial genauso unbeschwert entfalten können wie Väter.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Sport in der Natur, am liebsten in den Bergen.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Gerne (wieder) mit Richard David Precht.



















