Barbara Wörndle ist Architektin und Gründerin des Architektur- und Planungsbüros Solarraum. Nach dem Studium in Innsbruck und Lissabon arbeitete sie in verschiedenen Architekturbüros. 2006 gründete sie ihr eigenes Unternehmen, das sie seither gemeinsam mit ihrem Mann führt. 2008 schloss sie den KlimaHaus-Master an der Uni Bozen ab, seit 2020 ist sie zertifizierte BIM-Koordinatorin. Wörndle ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt in Bozen.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Entscheidungen zu treffen und Entwicklungen voranzutreiben, die nicht immer angenehm sind, dem Unternehmen aber langfristig guttun.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Verantwortungsvoll mit sich selbst umzugehen. Nur so gelingt es, positiv zu bleiben – und genau das braucht es, um Ideen konsequent weiterzuentwickeln.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Mein Auslandsjahr während des Studiums in Lissabon. Dort habe ich gelernt, an mich selbst zu glauben.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Daran, dass jemand Zusammenhänge erkennt, Ideen entwickelt und mit Begeisterung bei der Sache ist. Entscheidend ist auch, dass die Person unsere Werte teilt und ins Team passt – denn am Ende gewinnt nicht der Einzelne, sondern die Mannschaft.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja, allerdings sollten es nicht mehr als zwei bis drei Tage pro Woche sein, damit der Kontakt zum Team nicht verloren geht.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Ich würde gerne in der Landwirtschaft arbeiten, neue Wege gehen und experimentieren. Zugleich arbeite ich gern mit Menschen und in Positionen, die einen Gesamtüberblick erfordern – daher könnte ich mir auch vorstellen, ein großes Unternehmen zu führen.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Eine sachbezogene Politik mit Weitblick, die zum Vorteil der gesamten Bevölkerung handelt – und den Mut hat, auch schwierige Entscheidungen zu treffen.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Flexibilität und Pragmatismus – und vor allem weniger Bürokratie. Entscheidend ist zudem, enger zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu stärken.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Sport, in der Natur und mit meiner Familie.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Menschen, die viel in der Welt herumgekommen sind und tiefe Einblicke in verschiedene Kulturen gewonnen haben.


















