Barbara Pixner ist Direktorin der Volkshochschule Südtirol (VHS). Sie studierte Psychologie, BWL und schloss eine Ausbildung zum systemischen Personal- und Business-Coach ab. Die 48-Jährige ist alleinerziehend, hat einen Sohn und wohnt in Dorf Tirol.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Die internen Prozesse und Arbeitsabläufe an die laufend wachsende Tätigkeit anzupassen.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Geh in deine Funktion.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Zuletzt die Ausbildung zum Systemischen Personal- und Businesscoach. In mir sind neue Sichtweisen gereift, die in der Führung eines Unternehmens unerlässlich sind.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Ein interessantes CV ist eine Sache, den Menschen und seine Haltung kennenzulernen eine ganz andere. Ich würde weniger von Talent sprechen als von passenden Kompetenzen, die im eigenen Betrieb gefragt sind. Identifiziert sich der/die Mitarbeitende mit der Vision, dem Leitbild? Passen Haltung und Werte dazu?
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
An der VHS gibt es seit über fünf Jahren in fast allen Abteilungen ein bis zwei Tage Homeoffice pro Woche. Unsere Erfahrung zeigt: Die Mitarbeitenden sind zufrieden und schätzen die Option.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Ich bin in Familienbetrieben aufgewachsen und würde mich entweder wieder hinter die Theke eines Geschäftes stellen und Kunden beraten oder Gäste willkommen heißen.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Für die VHS keinen. Wir arbeiten sehr gut mit den Landesämtern zusammen: Die Bildungslandschaft profitiert stark von Landesförderungen. Hier ist Dank angebracht, da Erwachsenenbildung ansonsten kaum leistbar wäre.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Teilzeitstellen für weibliche Führungskräfte! Es gibt enorm viele qualifizierte Frauen, die Leitungspositionen besetzen könnten, jedoch nicht in Vollzeit. Ich habe viele Jahre selbst in Teilzeit gearbeitet. Für die VHS war das nie ein Thema.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Wandern.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit meinem zukünftigen Mann, den ich noch nicht kenne, grins!



















