Der 41-Jährige ist Präsident des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz und leitet die Verwaltung bei Alpenbau GmbH. Er erlangte einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften. Alexander Schmid ist verheiratet und wohnt in Raas in der Gemeinde Natz-Schabs.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Das Gleichgewicht zwischen meinen Tätigkeiten im Beruf und meinem Engagement im Verein zu halten. Die Herausforderung liegt darin, Prioritäten klar zu setzen, ohne die Qualität oder die langfristigen Ziele aus den Augen zu verlieren.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Ich habe gelernt, dass bewusstes Nein-Sagen kein Verlust, sondern oftmals ein Gewinn an Fokus ist. Man kann einfach nicht überall sein und mitspielen.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Ein Seminar zum Freiburger Managementmodell für NPO. Ich habe gelernt, wie man komplexe Organisationen mit einfachen, klaren Regeln steuert. Diese Erkenntnis begleitet mich im beruflichen Alltag und im Verein.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Daran, wie sie Herausforderungen annehmen und Lösungen finden. Fachwissen ist wichtig, aber entscheidend sind Lernbereitschaft und die Bereitschaft eigenverantwortlich zu handeln.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Im Verwaltungsbereich des Weißen Kreuzes besteht die Möglichkeit für Smart Office und die Mitarbeitenden können eine gewisse Anzahl an Tagen im Monat von zu Hause arbeiten.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Wenn ich plötzlich keine Lust mehr auf meine momentane Tätigkeit hätte, würde ich eine „operative“ Tätigkeit wählen.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Dass sie die Bedeutung des Ehrenamtes weiterhin hochhält und seinen Wert für Südtirol erkennt: als Kitt für unsere Gemeinschaft und Brücke für Integration, als Stütze unseres Sozial- und Gesundheitssystems und nicht zuletzt als bedeutende volkswirtschaftliche Ressource.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Junge Fachkräfte und für diese attraktive berufliche Perspektiven. Gleichzeitig brauchen wir Arbeitsmodelle, die es ermöglichen, erfahrene Personen auch über den Ruhestand hinaus einzubinden.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
In der Freizeit mit meiner Frau oder beim Nachtdienst mit meiner Nachtdienstgruppe.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Dr. Hans Nicolussi-Leck, dem Gründervater des Weißen Kreuzes. Er hat Südtirol ein großes Vermächtnis hinterlassen.




















