Alessandro „Alex“ Origo ist Gründer von MindFlow. Er begleitet Menschen und Organisationen in ihrer Weiterentwicklung – als Coach, Trainer, Mentor und Sparringspartner. Zuvor war der 53-jährige Sterzinger unter anderem Co-Founder und über 20 Jahre lang CEO der Webagentur Consisto.
1. Ihre derzeitige größte Herausforderung im Berufsalltag?
Ich lese viel, bilde mich stetig weiter und somit fließen ständig neue Ideen und Inhalte in meine Seminare ein. Die größte Herausforderung ist es, effizient zu bleiben, ohne an Qualität zu verlieren. Die Lösung ist der Mix aus maßgeschneiderten Elementen und bewährten Tools.
2. Der beste Rat, den Sie bisher bekommen haben?
Gehe deinen eigenen Weg. Nur du spürst, was für dich richtig ist. Behalte deine Ziele im Auge – und den Grund, warum du bestimmte Entscheidungen getroffen hast.
3. Welcher Teil Ihrer Ausbildung, welches Seminar oder welches Buch hat bei Ihnen die größten Spuren hinterlassen?
Die Ausbildung zum systemischen Businesscoach sowie ein Resilienz-Seminar bei einem langjährigen Freund und Mentor. Beide haben mir geholfen, Situationen aus einer Meta-Perspektive zu betrachten – bei mir selbst und bei anderen.
4. Wie erkennen Sie Talente?
Durch gezielte Fragen – und mit einer guten Portion Intuition. Für mich ist es wichtig, klar zu unterscheiden, ob wir tatsächlich von Talent oder von Fähigkeiten beziehungsweise Stärken sprechen. Diese Begriffe werden häufig gleichgesetzt.
5. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit zu Homeoffice und wenn ja, für wie viele Tage pro Woche?
Ja, uneingeschränkt. Smart-Office gehört zu meinem Arbeitsalltag.
6. Angenommen, Sie hätten plötzlich keine Lust mehr auf Ihren Job: In welchen Beruf würden Sie am liebsten wechseln?
Gute Frage, da ich gerade mein zweites Berufsleben lebe. Darüber habe ich mir seit längerer Zeit keine Gedanken gemacht.
7. Welchen Wunsch haben Sie an die Landespolitik?
Mehr Empathie. Wirklich verstehen, was die Menschen bewegt – und Entscheidungen aus dieser Perspektive treffen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat nur eingeschränkte Möglichkeiten.
8. Wovon braucht Südtirols Arbeitswelt mehr?
Gefragt sind Weitblick und langfristiges Denken. Die junge Generation denkt anders – das ist eine Chance. Entscheidend ist, sie gezielt einzubinden und ihrer Arbeit einen sinnstiftenden Rahmen zu geben.
9. Wo finden Sie Ausgleich?
Beim Sport, auf Reisen – und vor allem in guten Gesprächen.
10. Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen?
Mit Jannik Sinner.


















