Bozen – Im September 1996 hatte Stephan Ortner seinen ersten Arbeitstag als Direktor von Eurac Research. Damals hieß die nur vier Jahre zuvor gegründete Forschungseinrichtung noch Europäische Akademie und Südtirol fragte sich: Wozu brauchen wir so etwas? Im September feiert Stephan Ortner nun sein 30-jähriges Jubiläum als Eurac-Chef. Grund genug, um ihn einmal näher kennenzulernen, denn in diesen 30 Jahren ist die Eurac von 30 auf 750 Mitarbeitende angewachsen und hat auch mitgeholfen, die Uni Bozen und den Noi Techpark ins Leben zu rufen.
In der neuen Folge des Business-Podcast „Die SWZ trifft“ erzählt Stephan Ortner, was ihn damals bewogen hat, aus dem Ausland, wo er Direktor des Alpenforschungsinstitutes war, nach Südtirol zurückzukehren, um – wie er sagt – „mit Schneid und Naivität“ an der blutjungen und kleinen Eurac anzuheuern. Er erinnert sich, wie frustrierend die ersten Jahre waren, als die Eurac noch ziemlich umstritten war.
„Brain Circulation“ statt „Brain-Drain“
Es geht in dieser Folge auch um eine Südtiroler Dauerdiskussion: den Brain-Drain. An der Eurac werden 30 verschiedene Sprachen gesprochen, 22 Prozent der 750 Mitarbeitenden – großteils Hochqualifizierte – kommen laut Website aus dem Ausland. Wie blickt also jemand, der kluge Köpfe nach Südtirol bringt, auf die Diskussion über den Brain-Drain in Südtirol. So viel vorweg: Stephan Ortner redet lieber über „Brain Circulation“ als über den „Brain-Drain“.
Schließlich spricht Stephan Ortner darüber, was aus seiner Sicht eine gute Führungskraft ausmacht und wie grundlegend sich Führen in drei Jahrzehnten verändert hat. Er verrät zudem, dass er wohl Orchesterdirigent wäre, wenn er nicht als Eurac-Direktor einen erfüllenden Job gefunden hätte. Es hat mit seiner Leidenschaft zu tun. Und mit seinem Studium.
Jeden zweiten Mittwoch neu
Das circa 30-minütige Gespräch kann untenstehend abgerufen werden oder unter www.swz.it/podcast, ebenso über Spotify und Apple Podcasts. Dort gibt es auch alle bisherigen Folgen des SWZ-Podcast. Neue Folgen erscheinen jeden zweiten Mittwoch.



















