Bozen – lvh-Präsident Martin Haller und die beiden Vizepräsidenten Hannes Mussak und Giorgio Bergamo benannten beim lvh-Sommergespräch die Herausforderungen, die das Handwerk derzeit besonders stark beschäftigen: Inflation, hohe Zinsen, Fachkräftemangel und „unnütze Auflagen und Regelungen“. Die Handwerksbetriebe bräuchten „Maßnahmen und Gesetze, die an den handwerklichen Erfordernissen ausgerichtet sind und nicht noch mehr bürokratische, zeitliche und finanzielle Auflagen bedeuten“, meinte Hannes Mussak. Es brauche klare Gesetze und schlanke Verfahren.
Mit Blick auf die gestiegenen Zinsen wiederholte der lvh die Forderung nach der Reaktivierung des Rotationsfonds des Landes: „Es handelt sich dabei um ein wertvolles Finanzierungselement, das bereits in der Vergangenheit stark von Handwerksbetrieben – gerade kleinstrukturierten – genutzt wurde“, so Mussak.
Auch wünscht sich der lvh, dass es in Zeiten des Arbeitskräftemangels den arbeitswilligen Pensionisten und Pensionistinnen erleichtert wird, weiterhin einer Tätigkeit nachzugehen. Es handle sich um Arbeitskräfte mit viel Know-how.
Werbung in eigener Sache
Der lvh machte beim Sommergespräch auch Werbung in eigener Sache. Das Handwerk biete jungen Menschen viele Möglichkeiten: „Sich für einen Beruf im Handwerk zu entscheiden, bedeutet, mit Kopf und Hand Leistung zu bringen, sich selbst zu verwirklichen und bereits früh eine finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen“, betonte Mussak.
Auch bietet sich das Handwerk als Partner für den angestrebten Transformationsprozess hin zu mehr Klimaschutz an. „Es gilt das Handwerk bei der Umsetzung auch auf politischer Ebene als Experte aktiv mit einzubinden“, hebt lvh-Präsident Martin Haller hervor.















