Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser,
mit dieser SWZ-Ausgabe habe ich die Rolle als Chefredakteur und Verantwortlicher Direktor übernommen. Als langjähriger SWZ-Redakteur bin ich für Sie kein neues Gesicht, trotzdem gebietet es der Anlass, dass ich mich vorstelle: Ich heiße Christian Pfeifer, bin 41 Jahre jung, glücklich verheiratet, stolzer Vater von zwei Kindern – und in der privilegierten Situation, eine Arbeit tun zu dürfen, die mich jeden (wirklich jeden!) Tag gerne aufstehen lässt. Diese meine Leidenschaft für fairen, objektiven, seriösen Journalismus, die ich übrigens mit dem gesamten SWZ-Team teile, konnten die Leser hoffentlich in der Vergangenheit spüren, und sie werden es hoffentlich auch in Zukunft tun.
Sie werden in dieser SWZ-Ausgabe keine deutliche „Handschrift“ des neuen Chefredakteurs erkennen. Das ist gut so, denn die SWZ wird bleiben, wie sie bisher war. Das Team bleibt ja auch unverändert, selbst der bisherige Chefredakteur – und mein Lehrmeister – Robert Weißensteiner bleibt als freier Mitarbeiter und Verwaltungsrat im Team.
Lassen Sie mich Ihnen trotzdem beschreiben, wie ich die SWZ verstehe. Die SWZ will Ihnen, liebe Leser, einerseits nützliche Fachinformation liefern, Sie andererseits aber auch unterhalten. Wir wollen kritisch, aber fair berichten und kommentieren. Wir wollen als pluralistisches Medium verschiedenen Ansichten Platz geben, denn die Welt ist weder schwarz noch weiß. Bei alledem sind wir von liberalem Gedankengut beseelt, in der festen Überzeugung, dass es letztendlich für Wirtschaft und Gesellschaft schädlich ist, wenn es die EU, der Staat und das Land mit ihrer Bevormundung übertreiben. Die erdrückende Steuerlast und die exzessive Bürokratie sind der spürbare Ausdruck dieser Bevormundung, wobei sich nicht nur die Politik an die Nase fassen muss, sondern auch wir alle als Gesellschaft. Wer einerseits zwar über Steuern und Bürokratie stöhnt, andererseits aber immerfort nach Förderungen (für sich) und Regelungen (für die anderen) ruft, ist schlicht inkonsequent. Das ist aber eine andere Geschichte.
Unser Anspruch ist es – und wird es bleiben –, eine geschätzte Lektüre für weltoffene, kritisch mitdenkende Unternehmer, Führungskräfte, Entscheider und ganz einfach Bürger zu sein, die Wert auf tiefgründige Information legen. Wir, das gesamte Team, fühlen uns dem Qualitätsjournalismus verpflichtet, in einer Zeit der massenhaften Billiginformation mehr denn je. Bisher gibt uns diese Linie recht, denn wir sind ein finanziell gesundes und folglich unabhängiges Medium – auch unabhängig von irgendwelchen Beiträgen.
Es wird in den nächsten Wochen sicher ein paar Neuerungen geben, aber keine Neuerungen, welche die SWZ grundlegend verändern. Die Leser, welche die SWZ schätzen, wie sie ist, darf ich beruhigen: Die Kontinuität ist gewährleistet, weil ich zu hundert Prozent davon überzeugt bin, was wir bisher gemacht haben. Gerade vor zwei Wochen sind exakt 20 Jahre vergangen, seit ich – blutjung – zur SWZ kam. In diesen 20 Jahren durfte ich von meinem Chef Robert Weißensteiner unglaublich viel lernen, gleichzeitig zunehmend auch mitgestalten und das Wachsen der SWZ miterleben. Wenn ich nun die Chefredaktion jenes Mediums übernehme, das seit 20 Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens ist, dann habe ich das nicht zuletzt meinem „Lehrer“ zu verdanken. Danken darf ich weiters dem SWZ-Verwaltungsrat rund um Präsident Franz Staffler, der mir das Vertrauen schenkt.
Ich freue mich, wenn uns auch die Leser weiterhin ihr Vertrauen schenken – und uns mit Anregungen, mit Anerkennung und genauso mit Kritik helfen, Woche für Woche ein interessantes Produkt zu schnüren. Schreiben Sie mir einfach, wann immer Sie wollen (christian@swz.it). Das siebenköpfige SWZ-Team plus die externen Mitarbeiter werden sich weiterhin bemühen, eine SWZ zu machen, auf die Sie sich jeden Freitag freuen. Ich gehe zuversichtlich an meine neue Herausforderung heran, weil ich ein fähiges Team an meiner Seite weiß.


















