Bozen – Während Luis Walcher nach seinem umstrittenen Vorschlag, die Frist für die Realisierung bestehender Bettenrechte um fünf Jahre zu verlängern, erst einmal auf Tauchstation gegangen ist, geht der Tourismuslandesrat nun mit einem anderen Thema an die Öffentlichkeit: dem Kampf gegen das Wildcampen.
Walcher erklärt in einer Aussendung des Landespresseamtes: „Gerade in der Hochsaison ist das Wildcampen, vor allem mit Campern, ein Phänomen geworden, das überhandgenommen hat.“ Deshalb habe der Gemeindenverband in Absprache mit Walchers Ressort eine Musterverordnung ausgearbeitet und den Gemeinden zur Verfügung gestellt.
Die Verordnung regelt das Parken, Campieren und andere Formen von Übernachtungen außerhalb offizieller Stellplätze. Sie sieht vor, dass öffentliche Stellplätze und Parkflächen nicht dauerhaft von Campern besetzt werden dürfen.
„Das ist ein erster wichtiger Schritt, den ich sehr begrüße. Ich möchte die Gemeinden, in denen das Wildcampen zum Problem geworden ist, einladen, die entsprechende Verordnung zu erlassen“, so Luis Walcher. Zahlreiche Gemeinden hätten bereits Maßnahmen in diese Richtung ergriffen.
Auch Forstbeamte kontrollieren
Die Landesabteilung Forstdienst habe im vergangenen Herbst ebenfalls Kontrollen durchgeführt und setze diese im heurigen Jahr fort. Entlang gesperrter Forstwege sowie in Schutzgebieten, in denen das Wildcampen gemäß den jeweiligen Unterschutzstellungsdekreten ausdrücklich verboten ist, sei die Forstbehörde zur Durchführung von Kontrollen befugt.



















