Sand in Taufers – Die Pusterer Unternehmerfamilie Wieser hat im Zuge der Nachfolgeregelung ihre Firmengruppe neu geordnet. Firmengründer Karl Wieser hat im Alter von 90 Jahren sämtliche Anteile abgegeben. Die Chefs sind nun die Geschwister Felizitas und Benedikt Wieser. Sie haben ihre Tätigkeitsbereiche klar getrennt.
Felizitas Wieser übernimmt die Baufirma
Felizitas Wieser, die zugleich Vorsitzende des Netzwerks „She builds“ im Baukollegium ist (hier geht’s zur SWZ-Podcastfolge mit ihr), übernimmt als Mehrheitsgesellschafterin und geschäftsführende Verwaltungsratspräsidentin gemeinsam mit ihrem Ehemann Andreas Kaiser den Baubetrieb Wieser Construction GmbH (vormals Karl Wieser OHG). Das Unternehmen hat in der Vergangenheit zahlreiche Wintersportprojekte im gesamten Alpenraum verwirklicht und mittlerweile auch eine Tochterfirma, die Beratungsdienstleistungen in der Planung und im Projektmanagement von Wintersportprojekten anbietet.
Im Verwaltungsrat sind neben Felizitas Wieser und Andreas Kaiser noch Vater Franz Wieser sowie Bruder Benedikt Wieser.
Benedikt Wieser widmet sich dem Tourismus
Abgesehen von der Mitgliedschaft im Verwaltungsrat zieht sich Benedikt Wieser aus dem operativen Geschäft der Baufirma zurück und widmet sich stattdessen seinen Tätigkeiten als Architekt und Gastronom. Er ist nun alleiniger Gesellschafter und Präsident der „Wieser Nature & Hospitality GmbH“, zu welcher das Glamping-Resort Såndgøld und das „Badl by Såndgøld“, ein exklusives Gästehaus im Naturpark Rieserferner-Ahrn, gehören.
Zweitgrößter Aktionär von Speikboden
Die „Wieser Nature & Hospitality GmbH“ von Benedikt Wieser hält seit März 2026 auch eine 20-Prozent-Beteiligung am Skigebiet Speikboden im Ahrntal. In einer Mitteilung wird die Beteiligung als „strategisches Investment in die Zukunft“ bezeichnet. Das seit 1972 bestehende Skigebiet ist Mitglied im Kartenverbund Ortler Skiarena.
Die Gesamtpräsenz der Familie Wieser in der Speikboden-Betreibergesellschaft beträgt nun 21,3 Prozent. Damit ist die Familie Wieser hinter der Münchner „Bernhard Glück Kies-Sand-Hartsteinsplitt GmbH“ (26,5 Prozent) und vor der Kronplatz Seilbahn GmbH (20 Prozent) die zweitwichtigste Akteurin.

















