Gargazon – Fleisch war einmal ein Luxusgut. Dann wurde es zum Massenprodukt. Und heute? „Heute geht es wieder mehr in die Richtung: bewusst weniger, aber qualitativ höher“, sagt Barbara Siebenförcher. Sie führt die Metzgerei Siebenförcher gemeinsam mit zwei ihrer Brüder in dritter Generation. Mit 170 Mitarbeitenden, zwei Detailgeschäften in Meran und Brixen sowie einem Logistikzentrum und einer Produktionsstätte zählt Siebenförcher zu den größeren Metzgereibetrieben Südtirols.
Angefangen hat alles mit einem Geschäft unter den Meraner Lauben. Als Barbara Siebenförcher nach Abschluss der Handelsschule dort zu arbeiten begann, glaubte niemand, dass sie bleiben würde. „Es hieß: Ein Mädchen wird heiraten und dann ist sie weg“, erinnert sie sich. „Aber ich bin heute noch da.“
Führen im Trio
Im Podcast „Die SWZ trifft“ erzählt Barbara Siebenförcher, wie ihr Einstieg in den Betrieb verlaufen ist, wie ihr Vater ihr schrittweise Verantwortung übergeben hat – „manchmal unterstützend, manchmal bestimmend“ und wie es dazu kam, dass sie doch im Betrieb geblieben ist.
Mittlerweile führt sie die Metzgerei Siebenförcher im Trio mit zwei ihrer Brüder. Damit geteilte Geschäftsführung funktioniert, muss man einander vertrauen, sagt sie. „Vertrauen ist die Basis, und dann braucht es klare Regeln: Was ist mein Bereich, was ist der von jemand anderes?“
Im Podcast geht es auch um die Lage der gesamten Branche: Viele kleine Metzgereien haben in den vergangenen Jahren aufgegeben, oft mangels Nachfolge. Warum? Ist der Metzgerberuf nicht mehr attraktiv? Und wie sieht die Metzgerei der Zukunft aus – hat sie fleischlose Alternativen im Sortiment? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Barbara Siebenförcher in der neuen Episode des SWZ-Podcasts.
Jetzt reinhören in „Die SWZ trifft“
Das Gespräch mit Barbara Siebenförcher ist über den QR-Code abrufbar. Außerdem finden Sie es, wie auch alle anderen Episoden des SWZ-Podcasts, hier oder auf Spotify und Apple Podcasts. Neue Folgen erscheinen jeden zweiten Mittwoch.


















