Kurtinig/Weltweit – Ein langer Flug für einen sechsstelligen Betrag, Unternehmer:innen, Promis und Staatsdelegationen an Bord, dazwischen Extrawünsche, die man sich in einem normalen Linienjet kaum vorstellen kann: Aaron Fischnaller kennt beide Seiten dieser Welt. Für die Firma VistaJet steuert er die Bombardier Global 7500, einen der größten Privatjets, die derzeit am Himmel unterwegs sind. 17 Tage im Himmel, 13 zu Hause in Kurtinig, das ist momentan sein Lebensrhythmus.
Schon als Kind kannte Aaron Flugzeugtypen, Airlines und Kennzeichen auswendig. Mit 15 wechselte er allein an das Luftfahrtgymnasium nach Bergamo. Sein Ziel fest vor Augen, arbeitete er später als Assistent für einen Bozner Unternehmer, um ihn in seinem Privatjet zu fliegen und so Flugstunden zu sammeln.
Fliegen in Krisenzeiten
Privatjetpilot – das klingt nach Champagner und Kaviar über den Wolken. Der Alltag sieht anders aus. Aaron schätzt den direkten Kontakt zu den Gästen, ist aber gleichzeitig Logistiker, Diplomat und Krisenmanager. Er erzählt im SWZ-Podcast, wie sich Fliegen in unruhigen Zeiten verändert hat, warum GPS-Störungen und gezielte Manipulationen mittlerweile zum Berufsalltag gehören und was es heißt, Verantwortung zu tragen, wenn hinter einem im Kabinenraum Menschen sitzen, deren Terminkalender keine Verzögerung kennt.
Schlaf finden, wenn die Welt sich dreht
Wenn es „ganz brutal hergeht“, wie Aaron es selbst sagt, fliegt er in fünf Tagen um die Welt. Wie findet man zwischen Zeitzonen Schlaf? Wo ist man zu Hause, wenn der Arbeitsplatz jeden Tag woanders steht? Und: Sind Privatflüge in Zeiten der Klimakrise überhaupt noch zeitgemäß? Aaron gibt ehrliche Antworten – auch auf Fragen, die sich seine Branche zunehmend stellen lassen muss.
Das Gespräch mit Aaron Fischnaller kann hier unten angehört werden, genauso unter swz.it/podcast oder über Spotify und Apple Podcasts. Neue Folgen gibt es jeden zweiten Mittwoch.



















