Südtirol – Euroform hat diese Entwicklung früh erkannt. Bereits 2008 ließ das Südtiroler Unternehmen seinen CO2-Fußabdruck berechnen – nicht aufgrund gesetzlicher Vorgaben, sondern aus Überzeugung. Lange blieb dieser Aufwand jedoch weitgehend unbeachtet. „Viele Kunden konnten mit den Ergebnissen wenig anfangen“, erinnert sich Bernhard Winkler, Geschäftsführer von Euroform.
Heute ist das anders. Mit den neuen europäischen Vorgaben haben Umweltinformationen einen anderen Stellenwert bekommen. Aus einer freiwilligen Zusatzinformation ist für viele Unternehmen ein fester Bestandteil unternehmerischer Entscheidungen geworden.
Mit der wachsenden Bedeutung von Umweltinformationen steigt auch der Bedarf an Orientierung. Neben dem CO2-Fußabdruck gewinnen Product Carbon Footprints und Environmental Product Declarations (EPDs) an Bedeutung. Welche Nachweise sinnvoll sind, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Das hängt vom Unternehmen, seinen Produkten und den Anforderungen des Marktes ab. Für Euroform begann der Prozess deshalb mit einer grundlegenden Frage: Welche Umweltkennzahlen sind für das Unternehmen relevant? „Gemeinsam mit dem Ökoinstitut wurden zunächst die wesentlichen Umweltwirkungen analysiert und die dafür aussagekräftigen Kennzahlen festgelegt. Es geht nicht darum, möglichst viele Daten zu sammeln, sondern die richtigen“, sagt Bernhard Winkler. „Erst wenn klar ist, welche Informationen für das eigene Unternehmen wirklich relevant sind, schaffen sie einen Mehrwert – sei es als Grundlage für einen CO2-Fußabdruck, eine EPD oder besonders auch für eine ganzheitliche strategische Ausrichtung.“



















