Bozen – Die Handelskammer Bozen hat am Freitag gemeinsam mit dem Südtiroler Wirtschaftsring das Dokument „Impulse 2026: Wirtschaftspolitische Vorschläge für ein wettbewerbsfähiges Südtirol“ vorgestellt. Es soll zentrale wirtschaftliche Herausforderungen aufzeigen und Lösungsansätze zur Diskussion stellen. Denn Südtirol stehe vor tiefgreifenden Veränderungen.
„Der akute Arbeits- und Fachkräftemangel, der demografische Wandel, die digitale und ökologische Transformation sowie geopolitische Unsicherheiten werden die kommenden Jahre prägen. Südtirol kann nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn wir verstärkt in Arbeitskräfte, Innovation und Infrastruktur investieren“, sagen Handelskammer-Präsident Michl Ebner und Wirtschaftsring-Präsident Sandro Pellegrini.
Das sind die zentralen Handlungsfelder des Dokuments „Impulse 2026“:
- Fachkräfte sichern und entwickeln: Ausbau der dualen Ausbildung, Förderung von MINT-Kompetenzen, lebenslanges Lernen sowie Stärkung des Welcome-Centers zur Rückgewinnung und Integration von Talenten.
- Erwerbsbeteiligung erhöhen: flexiblere Übergänge in den Ruhestand, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Anreize für längeres Arbeiten.
- Regionale Wertschöpfung stärken: Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe, Kreislaufwirtschaft und Unterstützung traditioneller Nahversorger.
- Internationalisierung forcieren: Zugang zu Exportfinanzierungen erleichtern, neue Märkte erschließen und internationale Forschungskooperationen ausbauen.
- Öffentliche Investitionen steigern: Schwerpunkte in Bildung, Digitalisierung, nachhaltiger Mobilität und Energieinfrastruktur.
- Forschung und Innovation stärken: Investitionen in grüne Technologien, KI, Automatisierung und Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Forschung.
- Digitalisierung als Standortmotor: Breitband- und 5G-Ausbau, EDV als Pflichtfach in Schulen, Ausbau von E-Government-Diensten.
- Energie zukunftssicher machen: Ausbau erneuerbarer Energien, Modernisierung der Netze, Förderung von Energiegemeinschaften und innovative Lösungen wie Floating-PV.
- Raumordnung wirtschaftsfreundlich umsetzen: Sicherung von Gewerbeflächen, beschleunigte Genehmigungsverfahren und vermehrte Nutzung von Brachflächen.
- Mobilität zukunftsfähig gestalten: Fertigstellung des Brennerbasistunnels, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Sharing-Angebote und emissionsfreie Mobilitätskonzepte.
- Rahmenbedingungen verbessern: leistbares Wohnen, Bildungsgerechtigkeit und eine effiziente, digitale Verwaltung.



















