Bozen – 2021 erreichen die Exporte der Provinz Bozen sowohl im vierten Quartal mit 1.495,1 Millionen Euro als auch im gesamten Jahr mit 5.765,4 Millionen Euro neue Rekordwerte. Das teilt das Landesinstitut für Statistik im neuen „astat info 09/2022“ mit. Darin heißt es: „Der durch den Ausbruch der Covid-19-Pandemie bedingte Rückgang im Jahr 2020 wurde von den Südtiroler Exportunternehmen hervorragend überwunden.“
Rekord im 4. Quartal: Exporte erreichen fast 1.500 Millionen Euro
Im vierten Quartal 2021 erreichen die Ausfuhren aus Südtirol dem Astat zufolge einen Wert von 1.495,1 Millionen Euro und weisen eine tendenzielle Zunahme (+6,0 Prozent) im Vergleich zum Gesamtwert desselben Zeitraumes im Vorjahr (1.409,9 Millionen Euro) auf. Die konjunkturelle Entwicklung (d.h. die Veränderung im Vergleich zum 3. Quartal 2021), die von der Saisonalität der Exportflüsse abhängt, verzeichnet ebenfalls einen Anstieg von 6,5 Prozent.
2021 Exporte im Rekordwert von 5,8 Milliarden Euro
Das Exportergebnis des vierten Quartals bestätigt laut Astat den Wachstumstrend der vorangegangenen vier Quartale. 2021 belaufen sich die Südtiroler Exporte auf 5.765,4 Millionen Euro, ein Plus von 16,4 Prozent gegenüber den 4.953,7 Millionen Euro des Vorjahres.
Damit konnte der Rückgang im Jahr 2020, der vor allem auf den Ausbruch der Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist, weitgehend aufgefangen werden, und die Südtiroler Exporte nähern sich nun der 6-Milliarden-Euro-Marke (2019 war erstmals die 5-Milliarden-Grenze überschritten worden).
Die wichtigsten europäischen Zielländer im Jahr 2021 sind Deutschland (31,8 Prozent), Österreich (9,3 Prozent), Frankreich (5,0 Prozent), die Schweiz (4,7 Prozent), Schweden (3,8 Prozent) und Spanien (2,8 Prozent). Außerhalb Europas fließen 8,5 Prozent der Ausfuhren nach Asien und 8,0 Prozent nach Amerika. Fast zwei Drittel der Waren nach Amerika werden in die Vereinigten Staaten (USA) exportiert. Insgesamt entfallen 5,1 Prozent aller Exporte auf die USA, die somit an dritter Stelle der wichtigsten Ausfuhrmärkte für Südtiroler Waren stehen.
Die Ausfuhren in die Länder der Europäischen Union EU27-Post-Brexit machen einen Anteil von 70,7 Prozent des Gesamtergebnisses aus und nehmen im Vergleich zu 2020 um 15,3 Prozent zu. Die Ausfuhren nach Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt für Südtirol, steigen um 7,1 Prozent; Österreich, der zweitwichtigste Markt, verzeichnet dagegen einen geringeren Zuwachs von 4,8 Prozent.
In absoluten Zahlen ausgedrückt sind die Zuwächse der Exporte nach Deutschland (+121,2 Millionen Euro), nach Rumänien (+88,5 Millionen Euro), nach Frankreich (+75,0 Millionen Euro) und nach Schweden (+32,1 Millionen Euro) am höchsten, während die einzige geringfügige Abnahme wiederum in Polen zu verzeichnen ist (-0,6 Millionen Euro).
Der Export im Sektor elektrische Ausrüstungen steigt um 61,0 Prozent
Im Jahr 2021 halten die Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (16,5 Prozent) den größten Anteil an den Ausfuhren ins Ausland. Es folgen die Maschinen und Apparate a.n.g (16,1 Prozent), die Fahrzeuge (13,8 Prozent), die Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (12,9 Prozent), und die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (11,5 Prozent).
Die neuen Rekordwerte bei den Exporten kommen dank Wachstumsraten in nahezu allen Sektoren zustande: So verzeichneten die fünf Hauptsektoren Zuwächse. Die Fahrzeuge (25,0 Prozent) zeigen den deutlichsten Anstieg, gefolgt von Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (17,0 Prozent), Maschinen und Apparate a.n.g. (12,4 Prozent), Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (7,3 Prozent) sowie Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (6,1 Prozent).
Die meisten anderen Sektoren verzeichnen ebenfalls Plus‘, am deutlichsten bei Elektrische Ausrüstungen (61,0 Prozent. Es folgen von Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (21,7 Prozent), Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen (18,3 Prozent), Gummi- und Kunststoffwaren, andere Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Steinen und Erde (15,8 Prozent) und Erzeugnisse des sonstigen verarbeitenden Gewerbes (6,8 Prozent).
Die bedeutendsten absoluten Zunahmen des Auslandsumsatzes gegenüber 2020 verzeichnen die Elektrische Ausrüstungen (170,2 Millionen Euro), die Fahrzeuge (159,3 Millionen Euro), die Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (107,5 Millionen Euro), die Maschinen und Apparate a.n.g. (102,0 Millionen Euro) und die Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (64,6 Millionen Euro). Es werden keine nennenswerten Rückgänge verbucht.















