Bozen – Ende des vergangenen Jahres fällte die Südtiroler Landesregierung die Grundsatzentscheidung: Das Land wird eine freiwillige Pflegeversicherung einführen. Damit sollen die stark steigenden öffentlichen Ausgaben für den Bereich Pflege gebremst werden.
Wie die SWZ damals berichtete, wird das Projekt, über das schon vor über 20 Jahren (ergebnislos) diskutiert wurde, gemeinsam mit dem Trentino vorangetrieben. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Zusatzvorsorgeinstitut Pensplan Centrum. Denn die freiwillige Pflegeversicherung soll an die Zusatzrentenfonds gekoppelt werden.
Nun hat sich die Team-K-Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder per Anfrage über den Stand der Dinge erkundigt. Die Antwort der zuständigen Landesrätin Rosmarie Pamer zeigt nun, dass immer noch keine Details bzw. mögliche Varianten feststehen.
Pamer schreibt: „Aktuell wickelt Pensplan Centrum die Verfahren zur Vergabe des Beratungsauftrags im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe ab. Nach deren Abschluss kann die beauftragte Beraterin bzw. der beauftragte Berater mit den erforderlichen Berechnungen beginnen, die als Grundlage für die Erarbeitung möglicher Konzepte bzw. Modelle dienen.“
Die Pflegeversicherung mit bestehenden Zusatzrentenfonds zu verknüpfen, sei eine der Möglichkeiten, die geprüft werde. „Ob und in welcher Form eine solche Lösung umsetzbar ist, kann derzeit noch nicht beantwortet werden“, so Pamer. Sie betont, dass die geplante Pflegeversicherung derzeit als ergänzende Absicherung gedacht sei und eine Alternative zu den bestehenden öffentlichen Leistungen darstelle.
Wann mit einem definitiven Modell für die Pflegeversicherung gerechnet werden kann, will die Landesrätin nicht beantworten: „Aufgrund der Komplexität und jeglichem Missverständnis vorbeugend, kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Zeitangabe gemacht werden.“


















