Steyr – Der Autohersteller BMW glaubt an die Wasserstoff-Technologie. Sie sei eine Ergänzung zu den bereits etablierten Antriebstechnologien wie Batterie-Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybrid- Elektrofahrzeuge und Verbrennungsmotoren, zeigt sich der Konzern in einer Aussendung überzeugt. Nun wurde am Standort Steyr der Start der Serienentwicklung des Brennstoffzellensystems verkündet. Ebendort leitet der Südtiroler Markus Steidl seit 1. Juni das Entwicklungszentrum.
Was in Steyr entsteht
„Nach dem Beginn der Serienproduktion von E-Motoren ist der Einstieg in die Wasserstoff- Technologie in Entwicklung und Produktion unser nächster großer Meilenstein. Diese Vielfalt an Antriebstechnologien gibt uns die Flexibilität, um auch künftig bestmöglich auf die globale Kundennachfrage reagieren zu können“, wird Klaus von Moltke, der Geschäftsführer des BMW-Werkes Steyr, in der Aussendung zitiert.
BMW und Toyota arbeiten gemeinsam an der Wasserstoff-Zukunft. Eine zentrale Rolle spielt bei BMW dabei das Wasserstoff-Kompetenzzentrum in München. Das von Markus Steidl geleitete Entwicklungszentrum im Werk Steyr übernimmt die Industrialisierung des gesamten Systems, das heißt die Entwicklungsleistungen, die für die spätere Serienproduktion nötig sind. Zum Brennstoffzellensystem gehören neben den Brennstoffzellen, in denen Wasserstoff und Sauerstoff chemisch reagieren und Strom erzeugen, nämlich viele weitere Komponenten wie das Wärmemanagement, Steuerungseinheiten, Luftführung und das Wasserstoff-Subsystem.
Das sagt Markus Steidl
„Das komplexe Zusammenspiel von Mechanik, Leistungselektronik und Elektrochemie stellt eine große Herausforderung dar, für die wir uns am Standort Steyr gut gerüstet sehen“ sagt Markus Steidl.
Für die Produktion des Brennstoffzellensystems wird in Steyr 2026 eine bestehende Montagefläche umgebaut. Die Vorserienproduktion beginnt 2027, die Serienproduktion geht 2028 los, heißt es in der Aussendung. Für die Produktion des Brennstoffzellensystems werden in Steyr künftig rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Einsatz kommen.
„Nach erfolgreichen Tests der BMW iX5 Hydrogen-Pilotflotte bereiten wir uns nun auf die Serienproduktion vor. Das in Steyr produzierte Brennstoffzellensystem der dritten Generation ist die Grundlage für einen erfolgreichen Serienstart im Jahr 2028“, so Michael Rath, Leiter Wasserstofffahrzeuge BMW Group.
Laut BMW bietet diese dritte Generation der Brennstoffzellentechnologie signifikante Verbesserungen. Die Bauweise sei um etwa 25 Prozent kompakter, sie lasse sich nahtlos in bestehende Fahrzeugarchitekturen integrieren, und sie sei deutlich effizienter.




















