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Unverbindliche Blütchen und Blümchen

Ich sag’s mal so: Es gibt Sätze und Wörter, die klingen logisch und/oder sehr klug. Doch wenn man genau hinhört, dann fehlt der Inhalt und oft auch der Sinn. Sie verstehen?

Simone Treibenreif von Simone Treibenreif
27. Juli 2012
in Gesellschaft
Lesezeit: 3 mins read

„Wie geht’s so?“ „Hervorragend! Und selbst?“ „Exzellent.“

„Schön Sie kennenzulernen.“ „Ganz meinerseits.“

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„Hat’s geschmeckt?“ „Danke. War alles bestens.“

Haben Sie’s erkannt? Ich schreibe Smalltalk-Floskeln auf. Floskeln sind hilfreich. Floskeln sind universell einsetzbar. Mit Floskeln kann über Unwissen, Unsicherheit und Unvermögen hinweggetäuscht werden. Durch die Verwendung von Floskeln kann man den Eindruck erwecken, ehrlich zu sein und etwas zu verraten – ohne es zu sein bzw. zu tun.

Doch ursprünglich waren Floskeln zarte Pflänzchen, denn das Wort stammt vom lateinischen flosculus, das Blümchen bzw. das Blütchen. In der Antike war eine Floskel noch etwas Anspruchsvolles: ein Denkspruch oder eine Sentenz, ein kurz und treffend formulierter, einprägsamer Ausspruch, der Allgemeingültigkeit beansprucht (vergleiche duden.de).

Mittlerweile hat die Floskel nicht mehr viel Positives an sich; in der Regel wird mit Floskel eine inhaltsleere Sprachhülse bezeichnet – und davon gibt’s in allen Bereichen massenhaft. Spiegel Online etwa hat im Februar die dreistesten Floskeln, derer sich Studenten in universitären, schriftlichen Arbeiten gern bedienen, zusammengetragen und auch gleich die wahre Bedeutung hinzugefügt. Beispiel gefällig? Floskel: „Eine ausführlichere Behandlung der Fragestellung würde den Rahmen der vorliegenden Arbeit sprengen.“ Tatsächliche Bedeutung: „Ich hatte beim besten Willen keine Zeit/keine Lust/keine Ausdauer, mehr zu tun, als ich hier hingeschludert habe.“

Auch später im beruflichen Alltag sind Floskeln unvermeidbar. Eine Auswahl nützlicher „Blütchen“ kann in Matthias Nöllkes Buch „Vielen Dank an das gesamte Team: 111 unvermeidliche Sätze fürs Berufsleben“ (Verlag Haufe-Lexware, 2012) nachgelesen werden. Laut Nöllke wird die Floskel „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“ am Ende eine Vortrages von Menschen verwendet, denen der Schlusssatz fehlt. Denn eigentlich sollte ein Referat mit einem fulminanten Satz schließen, etwa mit einem Appell, einem kernigen Resümee oder wenigstens mit einem Zitat, das in den Zuhörern noch nachklingt. Und was steckt hinter der Floskel, die – so Nöllke – im schlimmsten Fall sogar noch auf der letzten Powerpoint-Folie steht? „Damit merkt auch wirklich jeder: Jetzt ist es überstanden, es kommt nichts mehr. Bitte Beifall spenden. Jawohl: spenden. Bitte“, schreibt der Autor.

Auch Politiker greifen gerne auf Floskeln zurück; gar einige Politiker können eine Stunde lang reden und wunderschöne Sätze aneinanderreihen – jedoch ohne etwas zu sagen und ohne eine einzige ihrer Absichten zu verraten. Aussagen wie „Wir müssen das tun, was sinnvoll und notwendig ist“, „Wir sind überzeugt, dass dies der einzig richtige Weg ist“ oder „Es wurde gute Arbeit geleistet“ passen bei jeder Gelegenheit und rechtfertigen alles. Die ARD-Moderatorin Anne Will antwortete auf die Frage des ZEITCampus Gibt es Politikerfloskeln, die Sie nicht mehr hören können? „‚Ich komme gerne auf Ihre Frage zurück, aber lassen Sie mich zunächst sagen…‘ – und dann kommt etwas ganz anderes. Albtraum. Was ich neuerdings immer höre, ist: ‚Nur noch einen Satz!’ – aber dann kommen 28 oder 400, und man fängt einen absurden Streit um die Anzahl von Sätzen an.“

Sehr unterhaltsam sind auch Sportfloskeln. Um welche Sportart geht’s hier? Standardsituationen sind immer gefährlich! Für Schönspielen gibt es keine Punkte! Verdient oder unverdient – da fragt später kein Sch…n mehr danach! … Es ist Fußball, richtig. Nun noch einige Universal-Sportfloskeln: Die Verhältnisse waren für alle gleich! Der Sieg kommt so unerwartet – die anderen sind ja auch alle toll in Form! Technisch perfekt genommen! Diese Phrasen können nicht nur für eine Vielzahl verschiedener Sportarten verwendet werden, sondern gleichermaßen von Sportlern, Trainern und sonstigen Verantwortlichen sowie von Reportern und Journalisten.

Denn ja, auch wir Journalisten haben’s mit Floskeln, obwohl wir doch mit Sprache umgehen können sollten. „Im Rahmen von“ passiert immer mal wieder was oder jemand möchte mit dem „Kopf durch die Wand“, die Vorbereitungen für eine Veranstaltung sind „in vollem Gange“, häufig haben wir oder sonst wer „etwas im Visier“, und bei Unfällen scheint sich mancher Redakteur ins Hirn des Betroffenen beamen zu können („Es hätte ein schöner Ausflug mit Freunden werden sollen, doch er endete mit einem Albtraum …“).

Ich könnte meine Floskelauflistung ins Unendliche fortsetzen: Marketingfloskeln, Floskeln in Bewerbungsschreiben und Arbeitszeugnissen, Floskeln beim Onlinedating und in Geschäftskorrespondenz … Doch leider muss der Text in ein bestimmtes Format passen. Deshalb muss ich aufhören. Das lässt sich nicht ändern! Das muss man hinnehmen! So ist das Leben nun mal!

Schlagwörter: 30-12freenomedia

Ausgabe 30-12, Seite 7

Simone Treibenreif

Simone Treibenreif

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