St. Ulrich – Am Freitag kamen in St. Ulrich Spitzenvertreter:innen (laut Foto 21 Männer und eine Frau) aus Politik und Tourismuswirtschaft zusammen, um sich mit den zunehmenden Besucherströmen auf der Seceda und im Grödnertal auseinanderzusetzen. Ziel war es, wirksame Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um die Lebensqualität für die einheimische Bevölkerung langfristig zu schützen.
In einer Aussendung des Landespresseamtes heißt es: „Alle Beteiligten waren sich einig: Der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren verändert und die Belastungen haben insbesondere durch den Hotspot-Tourismus spürbar zugenommen, sodass einige Gebiete rund um die Hotspots an ihre Kapazitätsgrenze stoßen. Diese Entwicklung droht die Lebensqualität der Einheimischen zu beeinträchtigen und steht im Gegensatz zu den Zielen eines nachhaltigen Qualitätstourismus – zum Nachteil jener Gäste, die Wert auf Ruhe, Naturerlebnis und längere Aufenthalte legen.“
Bilder und Videos in sozialen Netzwerken hatten die zugespitzte Lage auf der Seceda in diesem Sommer besonders sichtbar gemacht – und den Handlungsbedarf klar aufgezeigt.
Die Strategie
Vorgeschlagen wurde beim Treffen die Einführung eines Buchungssystems mit Timeslots, um die Besucherströme insbesondere rund um die saisonalen Spitzen kontrollieren und lenken zu können. Dabei sollen auch gezielt Ausnahmeregelungen zugunsten der Einheimischen vorgesehen werden.
Die konkreten Lösungen sollen vor Ort – „von Gröden für Gröden“ – entwickelt werden. Die IDM unterstützt dabei. Eine Arbeitsgruppe soll die konkreten Maßnahmen bezüglich der Seceda zeitnah ausarbeiten.

Parallel dazu sollen langfristig weitere Maßnahmen und Ansätze zur besseren Besucherlenkung und Verbesserung der Mobilität getroffen werden. Bereits vorhandene Ansätze, wie etwa das Parkleitsystem, sollen ausgebaut und optimiert werden.
Möglicherweise auch anderswo anwenden
„Es geht nicht nur darum, auf die Situation auf der Seceda zu reagieren, sondern ein übertragbares System zu schaffen, das auch in anderen stark frequentierten Gebieten eingesetzt werden kann“, sagt Tourismuslandesrat Luis Walcher.
Und von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider heißt es: „Nach dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel müssen wir nun weitere Maßnahmen setzen, um die Mobilität des Tagesgastes besser zu steuern – mit infrastrukturellen Maßnahmen, besseren Informationen und kontingentierten Slot-Buchungen wie im Pragser Tal.“















