Immer informiert bleiben

Den SWZ-Newsletter abonnieren

  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • Podcast
  • Archiv
  • E-Paper
  • SWZ-Club
Dienstag, 13.Oktober 2026
  • Anmelden
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
SWZ
%title
%title
%title
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
SWZ
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse

Tourismus: Jetzt heißt es durchhalten!

Investissimus: Vom Umgang mit Geld – Sehnsüchtig auf den Start der Skisaison wartend, nehmen mein Unternehmerfreund und ich die Tourismusaktien unter die Lupe. Und siehe da, es gibt nicht nur Schatten, sondern tatsächlich auch Licht. Gerade der Bergtourismus scheint gute Zukunftschancen zu haben.

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
11. Dezember 2020
in Geld
Lesezeit: 4 mins read
Tourismus: Jetzt heißt es durchhalten!

Mein Unternehmerfreund ist wirklich ein exzellenter Skifahrer und auch körperlich noch gut in Form. Den Grundstein dafür hat er in seiner Jugend gelegt: Er war eine der größten Abfahrtshoffnungen in der Region, bis ein schwerer Sturz seine junge Sportlerkarriere abrupt beendete. Nach der Matura hatte er sich dann als Skilehrer in den Dolomitentälern einen Namen gemacht und so nebenbei sein Studium finanziert. Sein Spitzname war damals „Bugs Bunny“, ein wilder Kerl auf und abseits der Piste. Eine der Geschichten, die er im Freundeskreis am liebsten zum Besten gibt, ist jene von der französischen Studentin, der er gegen Saisonende das Buckelpistenfahren beibringen sollte. Im sulzigen Schnee und auf halbem Weg mitten im Hang nahm er die verzweifelte Skifahrerin irgendwann zur Sicherheit auf seinen Rücken. Blöderweise erinnerten sich die beiden erst später am Nachmittag, dass Ski und Stöcke auf der Piste zurückgeblieben waren. Er kann darüber bis heute herzhaft lachen, sogar in Zeiten wie diesen, in denen ihm die schwierige Marktlage für sein Unternehmen tagtäglich einiges abverlangt.

Der Tourismus als Hauptleid­tragender der Pandemie

Bereits vor einigen Wochen hatte er mich angerufen, und wir hatten uns in Vorfreude auf einen gemeinsamen vorweihnachtlichen Skitag verabredet. Vergangene Woche dann sein erneuter Anruf mit bedrückter Stimme: „Du, das wird nix! Rom verbietet die Öffnung der Skigebiete über Weihnachten und den Jahreswechsel, und die Politiker in anderen Teilen Europas tun es den Italienern gleich. Selbst die Österreicher, bei denen der Skitourismus vier Prozent des Bruttosozialprodukts bzw. acht Prozent der Arbeitsplätze im Winter ausmacht, öffnen die Pisten ausschließlich für Einheimische. Nur die Eidgenossen halten dagegen und werben derzeit großspurig mit ‚Die Schweiz fährt Ski!‘. Das wird wohl eine richtig vermurkste Saison!“

%title
%title

Ich erwiderte kleinlaut: „Echt schwierig! Einerseits ist ein Ausfall des Weihnachtsgeschäfts natürlich ein sehr harter Schlag für alle Tourismustreibenden, andererseits schaut es im Alpenraum derzeit leider nicht allzu rosig aus mit dem Infektionsgeschehen. Die Politik will die Mobilität der Menschen absolut verhindern. Blöderweise schwingt Ischgl immer noch nach. Man müsste halt differenziert öffnen können, mit Skihütten, die beispielsweise Speisen nur im Außenbereich servieren, und mit fixen Zeitfenstern zum Skifahren, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Es stellt sich natürlich die Frage, ob eine Gondelfahrt wirklich viel riskanter ist als eine Fahrt in einem Pendlerzug irgendwo in Europa. Aber für solche Diskussionen und Lösungen ist im aktuellen Zentralismus anscheinend kein Platz.“

Bei TUI, einem der größten Touristikkonzerne weltweit, hat sich der Wert der Aktie seit Jahresanfang halbiert.

Wir waren uns einig, dass die Tourismusindustrie und deren Anhängsel zu den Hauptleidtragenden dieser Pandemie gehören, wir sahen aber beide auch Licht am Ende des Tunnels. Denn unser Ländchen hat das Potenzial, im Nach-Corona-Zeitalter mit seinem Genusstourismus und der guten Erreichbarkeit zu den absoluten Gewinnern zu gehören.

Tourismusaktien mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen

Irgendwann im Gespräch meinte dann mein Unternehmerfreund: „Wie geht es eigentlich den Reiseaktien?“ Zufällig hatte ich mir erst wenige Tage zuvor eine Liste an Branchenunternehmen zusammengestellt, und es dauerte nur einen Moment, bis sie aktualisiert war. Nun hatte ich die Zusammenfassung vor mir am Bildschirm und konnte die gewünschten Informationen geben:

  • Bei TUI, einem der größten Touristikkonzerne weltweit, ist die Lage momentan sehr schwierig, weitere Staatshilfen sind nicht auszuschließen. Seit Anfang des Jahres hat sich der Wert der Aktie halbiert. TUI befindet sich allerdings schon länger in Schwierigkeiten, und die Schuldenlast ist groß. Seit den Glanzzeiten Anfang 2018 hat die Aktie über 70 Prozent an Wert verloren.
  • Ein ähnliches Bild bietet sich beim Kreuzfahrtunternehmen Carnival. Bei einem Kursverlust im heurigen Jahr von 50 Prozent bemüht man sich aktuell um stabilisierende Maßnahmen in Form von Umschuldungen und Kapitalerhöhungen.
  • Trotz der nicht einfachen Flugsituation gehört Ryanair zu den Branchengewinnern. Das Unternehmen ist solide finanziert und wird als Billigfluglinie sehr effizient geführt. Hier scheint die Börse eine Erholung bereits vorwegzunehmen, denn die Aktie ist im Jahresverlauf nun sogar leicht im Plus. Die Lufthansa hingegen schwächelt, und die Aktie liegt in diesem Jahr bei minus 40 Prozent. Natürlich hat Lufthansa eine ganz andere Kostenstruktur als Ryan­air und ein weitaus komplexeres, weltweites Flugnetz.
  • Auch eine der größten und bestgeführten Hotelgruppen weltweit, die Intercontinental Hotels Group (u.a. Intercontinental, Regent, Crowne Plaza, Holiday Inn, Six Senses) schlägt sich tapfer, befindet sich heuer leicht im Plus und ist nur mehr 20 Prozent vom Allzeithoch entfernt.
  • Die Internet-Buchungsplattformen Booking.com und Expedia haben sich seit den Tiefs im März, am Höhepunkt der Unsicherheit, im Aktienkurs verdoppelt und liegen im Vergleich zum Jahresanfang nun wieder leicht vorne. Auch hier also ein positives Bild.

Zu den Gewinnern gehört das Unternehmen Vail Resorts, welches 34 Skigebiete in Nordamerika betreibt und dessen Aktie heuer um 16 Prozent im Plus liegt. Vail Resorts profitiert von der Stadtflucht der Amerikaner.

Mein Freund war über die sehr unterschiedlichen Ergebnisse bei den Reiseaktien etwas verwundert und ging nun nochmals auf die anstehende Wintersaison ein: „Gibt es eigentlich auch börsenquotierte Unternehmen, welche Skigebiete betreiben, also die jetzt auch von der Öffnungsthematik betroffen sind?“ Darauf ich: „Ja klar, sogar einige.“

  • Der größte europäische Skigebietsbetreiber mit Aufstiegsanlagen, Hotels etc. ist sicherlich die nordische Skistar. Gegenüber Jahresanfang steht die Aktie noch bei minus 20 Prozent.
  • Der wichtigste Betreiber im Alpenraum ist die französische Compagnie des Alpes. Aktuell liegt sie bei minus 35 Prozent seit Jahresanfang.
  • Aber auch in der Schweiz gibt es diverse Gebiete, welche börsennotiert sind, so die Jungfraubahn AG (minus 18 Prozent fürs Jahr) und die Bergbahnen Titlis (minus 30 Prozent seit Jahresanfang). Beide Unternehmen erwirtschaften vor allem im Sommer erhebliche Umsätze mit internationalen Gästen und stemmen gerade riesige Investitionsprogramme, um den Berg noch stärker zu einem Erlebnis zu machen. Es geht dabei um Hunderte Millionen Franken, und das inmitten der Coronakrise.
  • Ein Gewinner ist das Unternehmen Vail Resorts, welches 34 Skigebiete in Nordamerika betreibt und dessen Aktie heuer sogar um 16 Prozent im Plus liegt. Vail Resorts profitiert aktuell von der Stadtflucht der Amerikaner. So konnte der Vorverkauf der Saisonskipässe heuer um sagenhafte 24 Prozent gesteigert werden. Trotzdem bleibt man in den Prognosen vorsichtig, denn Tages­skigäste und internationale Touristen werden wohl stark zurückgehen.

„Interessanter Überblick“, bedankte sich mein Unternehmerfreund und ergänzte: „Auch wenn es momentan trüb ausschaut, scheinen die Bergdestinationen doch nichts an Attraktivität eingebüßt zu haben. Jetzt heißt es durchhalten!“ Wir verabschiedeten uns noch und vereinbarten, gleich bei der ersten Möglichkeit nach Saisoneröffnung gemeinsam die Ski anzuschnallen.

Investissimus

INFO Alle bisher erschienenen Kolumnen von Investissimus, die von den Erlebnissen mit seinem Unternehmerfreund erzählen, können auf SWZonline (www.swz.it) und über die SWZapp nachgelesen werden.

Schlagwörter: 48-20free

Ausgabe 48-20, Seite 18

Südtiroler Wirtschaftszeitung

Südtiroler Wirtschaftszeitung

Wochenblatt für Wirtschaft und Politik. Umfassende Informationen jeden Freitag seit 1919.

Verwandte Artikel

Geld

Finanzmärkte auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht

1. Oktober 2026
International

Gesalzene Rechnung für den Staat

8. September 2026
Geld

Finanzbildung beginnt im Kinderzimmer

18. August 2026
Südtirol

Rangliste: Ein goldenes Jahr für Südtirols Banken

7. August 2026
Geld

Anlegen statt zocken: Trading mit Fallstricken

17. Juli 2026
Geld

KI-Börsengänge: Erster Test der Bewertungen

26. Juni 2026

HGV: „Besucher lenken und Kurzzeitvermieter kontrollieren“

13. Oktober 2026
Seilbahnen im Sommer im Aufwind

Seilbahnen im Sommer im Aufwind

13. Oktober 2026

The Next Guest: Wie mit internationalen Gästen umgehen?

13. Oktober 2026
„Zuwanderung ist Teil der Lösung“

„Zuwanderung ist Teil der Lösung“

12. Oktober 2026
Frauennetzwerk Wnet wird 20

Frauennetzwerk Wnet wird 20

12. Oktober 2026
Alperia erweitert Angebote für SWR-Mitglieder

Alperia erweitert Angebote für SWR-Mitglieder

9. Oktober 2026
Jetzt bei Google Play
SWZ Logo Weiss

Wochenblatt für Wirtschaft und Politik.

Follow Us

Innsbrucker Straße 23
39100 Bozen
Italien

info@swz.it
(+39) 0471 973 341

  • Impressum
  • Privacy
  • Cookies

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung

Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Login
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
  • Suche
  • Podcast
  • SWZ-Club
  • Archiv
  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • SWZ App
  • E-Paper

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung

Willkommen zurück

Hinweis! Bitte geben Sie Ihre Abonummer ohne vorgestellte Null ein (zB 14 statt 0014)

Passwort vergessen?

Passwort erhalten

Bitte E-Mail und Passwort eingeben um Passwort zurückzusetzen

Anmelden

This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. We use technical cookies for website functionality and marketing cookies for anonymous statistics. By clicking Accept, you automatically agree to the marketing cookies, unless you have disabled them.

show more
Technical Cookies always activated
Marketing Cookies
  • Google Analytics
  • Facebook Pixel
  • LinkedIn
  • Google Tag Manager
  • Hotjar
accept all accept
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Login
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
  • Suche
  • Podcast
  • SWZ-Club
  • Archiv
  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • SWZ App
  • E-Paper

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung