Bozen/Sterzing – Thomas Siller ist seit vielen Jahren Vertriebs- und Marketingleiter von Bayernland Italien in Sterzing. Er hat eine besondere Erfahrung im Gepäck: Er brannte für seine Arbeit, bis er ausbrannte, erstaunlicherweise ohne es selbst zu merken. Der Zusammenbruch kam – wie aus heiterem Himmel – in einem banalen Moment, bei einer Fahrt auf der Autobahn. Siller befielen Panikattacken, an ein Weiterfahren war nicht zu denken. Das war 2008. Heute brennt Siller immer noch für seine Arbeit (die übrigens nach wie vor dieselbe ist), aber er arbeitet anders, denn er weiß: Ein Workaholic nützt seinem Arbeitgeber nicht, sondern – im Gegenteil – er schadet ihm.
In der neuen Folge des Podcasts „Die SWZ trifft“ erzählt Siller über seine Erfahrungen und darüber, wie gesünderes Arbeiten möglich ist, auch in einer Führungsposition. Checkt er im Urlaub Mails? Schaltet er am Abend das Smartphone aus? Wie verschafft er sich einen Überblick über die zu erledigenden Arbeiten? Was meint er damit, wenn er sagt, Zeit lasse sich nicht managen? Siller erzählt seine Geschichte, weil er anderen Menschen helfen möchte. Denn er ist beileibe kein Einzelfall in einer Leistungsgesellschaft wie der unseren, wo sich viele Menschen über ihren beruflichen Erfolg definieren.
Der Bayernland-Vertriebschef erinnert sich an die Aussage eines Arztes, die ihm die Augen geöffnet hat: „Das Arbeitsleben ist ein Marathon, und Sie, Herr Siller, werden nicht der erste Mensch sein, der den Marathon im Sprinttempo durchsteht.“ Auch erzählt er im Podcast, welche Rolle in der Akutphase seine Frau gespielt hat, die „einfach nur da“ war und warum ein Ratschlag immer auch ein Schlag ist.
Abrufbar unter swz.it/podcast
Das Gespräch kann – genauso wie alle bisherigen Episoden des SWZ-Podcasts – unter swz.it/podcast abgerufen werden, ebenso über Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts. Neue Folgen gibt es ebendort jeden zweiten Freitag.















