Bozen – Siegfried Rinner ist seit 17 Jahren Direktor des Südtiroler Bauernbundes. Es handelt sich nicht nur um den wohl mächtigsten Verband im Land, sondern auch um einen exzellent funktionierenden Dienstleister, wie es von verschiedenen Seiten immer wieder heißt. So ein Verband will gut geführt sein.
Rinner ist Gast in der neuen Folge des Podcasts „Die SWZ trifft“. Wir haben ihn gefragt, was ausschlaggebend für einen top aufgestellten Verband ist und wie seine Herangehensweise in der Führung der immerhin über 300 Mitarbeitenden aussieht. Siegfried Rinner sagt unter anderem: „Wir haben einen starken Fokus auf eine vorausschauende Planung. Und zwar in Bereichen, bei denen andere wahrscheinlich nicht daran denken, dass so etwas überhaupt strategisch planbar ist.“
Besonders aktiv ist der Bauernbund auch in der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Dank verschiedenster Maßnahmen gelinge es, Mitarbeitende zu halten und freie Stellen zu besetzen.
Siegfried Rinner ist medial sehr präsent, wenn es darum geht, die Südtiroler Bauernschaft zu verteidigen, die häufig – wohl auch aufgrund der starken Lobbyarbeit – in der öffentlichen Kritik steht. Selbst auf die Form von Leserbriefen greift Rinner zurück. Ob ihn diese Arbeit nicht ermüdet? „Ja, das ist anstrengend“, gibt er zu. „Manchmal tue ich mich schwer, die Dinge nicht zu nahe an mich heranzulassen. Manche Äußerungen fußen aber auf völlig falschen Grundlagen – und ich sehe es als wichtigen Teil meiner Arbeit, unsere Positionen nach außen hin zu vertreten.“
Wir haben Siegfried Rinner auch auf die Tatsache angesprochen, dass er seit vielen Jahren immer wieder als möglicher SVP-Kandidat bei Wahlen gehandelt wird. Eine politische Kandidatur über die Gemeindeebene hinaus schließt er für die Zukunft nicht aus. Eine weitere Frage, die wir dem Bauernbund-Direktor gestellt haben: Ob ihn der Job als Landeshauptmann reizen würde bzw. ob er ihn sich zutrauen würde.
Im Podcast erzählt Rinner weiters, warum er nicht bei „Adabei-Veranstaltungen“ anzutreffen ist, wie er die Zukunft der Landwirtschaft in Südtirol sieht, warum er in den vergangenen Jahren gute Jobangebote abgelehnt hat und wo er sich Ausgleich zum Beruf holt.
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